11.11.2025
Jetzt bei der Sustainable Plasticiser Challenge mitmachen!
Das International Sustainable Chemistry Collaborative Centre (ISC3) und NUVANT, ein international tätiges Unternehmen für die Entwicklung und Herstellung beschichteter Textilien, starten gemeinsam eine neue Corporate Challenge.
Ziel ist es, sicherere und nachhaltigere Lösungen für Anwendungen im Fahrzeuginnenraum zu finden. Gemeinsam rufen das ISC3 und NUVANT Innovatoren, Start-ups und Forschende weltweit dazu auf, einen nachhaltigen Hochleistungsweichmacher für PVC-Emulsionsplastisole zu entwickeln und damit einen Beitrag zur Nachhaltigen Chemie zu leisten.
Die Gewinnerlösung wird in eine strategische Partnerschaft mit NUVANT aufgenommen. Diese umfasst volle technische Unterstützung, kostenlose Leistungstests sowie den Erstkauf von einer Tonne des Produkts bis 2027 - mit dem Potenzial, die Menge bis 2030 auf 20 Tonnen zu steigern. Bewerbungen sind ab sofort bis zum 27. Februar 2026 über die ISC3-Website möglich.
Die globale Weichmacher-Herausforderung angehen
Hintergrund: Weichmacher sind entscheidend für die Flexibilität und Haltbarkeit von PVC-basierten Materialien. Viele herkömmliche, phthalathaltige Weichmacher sind jedoch in zahlreichen Ländern aufgrund von Gesundheits- und Umweltbedenken eingeschränkt oder verboten. Während die Industrie nach nachhaltigen Alternativen sucht, besteht ein dringender Bedarf an leistungsstarken, biobasierten Weichmachern, die anspruchsvolle technische Anforderungen erfüllen und gleichzeitig CO2-Fußabdruck und Sicherheitsrisiken verringern.
"Bei NUVANT sind wir überzeugt, dass hohe Leistungsfähigkeit und Nachhaltigkeit gemeinsam vorangebracht werden müssen - als Teil einer gemeinsamen Vision", betont CEO Mauricio Restrepo. "Wir sehen diese Challenge als Chance, Innovation in konkrete Lösungen zu verwandeln - Lösungen, die echten positiven Wandel schaffen und die Branche in eine verantwortungsvollere Zukunft führen."
"Wir freuen uns, mit NUVANT bei der Suche nach innovativen Sustainable-Chemistry-Lösungen für Hochleistungsweichmacher für industrielle Anwendungen zusammenzuarbeiten", erklärt Dr. Alexis Bazzanella, Direktor ISC3 Innovation Hub: "Wir sind zuversichtlich, dass das wachsende ISC3-Netzwerk - mit vielen jungen, wegweisenden Unternehmen, die durch unseren Global Start-up Service unterstützt werden - wertvolle Ideen hervorbringen und wirkungsvolle Kooperationen fördern wird."
Hochleistungskriterien
Die vorgeschlagenen Lösungen müssen eine mit modernen Weichmachern wie DINP (Diisononylphthalat) vergleichbare Leistung aufweisen und folgende Kriterien erfüllen:
- Weichmachungseffizienz: Vergleichbar mit DINP.
- Geringe Migration, Exsudation und Flüchtigkeit: Stabilität innerhalb der PVC-Matrix.
- Tieftemperaturbeständigkeit: Schlagfestigkeit bis -30 °C ohne sprödes Versagen.
- Thermische Stabilität: Wirkt als Co-Stabilisator, so dass PVC einer thermischen Alterung von 500 Stunden bei 110 °C standhält, ohne an Flexibilität oder Farbe zu verlieren.
- Biobasiert: Idealerweise aus Reststoffquellen gewonnen.
- Hochleistungsfähig: Entspricht oder übertrifft konventionelle Weichmacher in technischer Hinsicht.
- Farblos und transparent: Verändert Mischungen nicht optisch.
- Geruchsarm: Frei von unangenehmen oder unakzeptablen Gerüchen (z. B. fischig, modrig, schwefelartig).
- Niedrige Toxizität: Sichere Alternative zu eingeschränkten Phthalaten und SVHCs.
- Recyclingfreundlich: Ermöglicht vorzugsweise Recycling oder steht diesem zumindest nicht im Weg.
Die vollständigen Anforderungen für technische Validierung und Tests sind auf der Bewerbungsseite zu finden
Quelle: DECHEMA
