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Analytik NEWS
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30.11.2025

26.11.2025

Verlässliche Verfahren für das Biomonitoring von Mikroplastik


Mikroplastik ist allgegenwärtig - in der Umwelt und im menschlichen Körper. Doch die genaue Erfassung dieser Partikel stellt Forschende verschiedener Disziplinen vor große Herausforderungen.

Ein Team von Umweltwissenschaftlern mit dem Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) hat in der Fachzeitschrift Nature Medicine die methodischen Schwierigkeiten beschrieben und plädiert für stärker standardisierte Verfahren beim Biomonitoring.

"Die Robustheit und Verlässlichkeit der Forschungsmethoden ist entscheidend, um zuverlässige Daten für die Risikoanalyse von Mikroplastik zu erhalten", sagt Prof. Hans-Peter Grossart, IGB-Forscher und einer der Autoren der Studie.

Der Mikrobiologe untersucht Mikroplastik in Gewässern, wie dieses von Mikroorganismen besiedelt und sogar abgebaut wird. Und er kennt die Herausforderungen, Mikroplastik in biologischen Materialien zu quantifizieren.

Um Forschungsstandards zu verbessern, können Forschende verschiedener Disziplinen zusammenwirken, beispielsweise Umweltwissenschaftler mit Forschenden aus dem medizinischen Bereich. Da das Biomonitoring von Mikroplastik beim Menschen immer weiter voranschreitet, ist es für die wissenschaftliche Gemeinschaft von entscheidender Bedeutung, harmonisierte Praktiken einzuführen, die Transparenz, Reproduzierbarkeit und Vertrauen in die berichteten Ergebnisse fördern.

In ihrem Artikel betonen die Forschenden, dass bei Studien zur Quantifizierung von Mikroplastikpartikeln in biologischen Geweben und Matrices strenge QA/QC-Protokolle befolgt werden sollten. Dazu gehören klare Strategien zur Identifizierung von Falsch-Positiven, die konsequente Verwendung von Leer- und Blindproben, kontaminationskontrollierte Verfahren sowie validierte Aufschluss- und Wiedergewinnungsmethoden unter Verwendung gut charakterisierter Referenzmaterialien.

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Quelle: Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB)