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Das Online-Labormagazin
18.09.2020

20.05.2020

Einfluss der kurzfristigen Exposition von Mikroplastik auf gelöste organisch-chemische Mikroverunreinigungen in kommunalen Kläranlagen

Michael Sturm, Dennis Schober, Dr. Katrin Schuhen , Wasser 3.0



Das Wasser, das in die Kläranlagen gelangt, stellt die Betreiber zunehmend vor Herausforderungen. Immer öfter findet sich im Niederschlagswasser sowie im Abwasser und im Klärschlamm eine wachsende Menge an Mikroplastik, beispielsweise durch Fasern aus Synthetikkleidung wie Fleecejacken, Reifenabrieb oder aufgrund des Eintrags aus industriellen Prozessen.

Noch sind die Einflüsse und Auswirkungen von Mikroplastikpartikeln auf die Umwelt und den Menschen nicht vollständig wissenschaftlich untersucht. In einem 2016 vorgestellten Konzept zur Entfernung von Mikroplastik aus dem Wasser, beschreiben Herbort und Schuhen einen neuen, adaptiven und zugleich modular einsetzbaren Ansatz (Agglomerations-Fixierungs-Prozess, AFP).

Während der Pilotversuche zur Eliminierung von Mikroplastik in einer kommunalen Kläranlage in Deutschland wurde mittels zusätzlicher Mikroplastikfracht (Spiking) gearbeitet, um den kontinuierlichen Betrieb einzustellen und die Eliminationsleistungen zu ermitteln. Zusätzlich wurde der Einfluss dieser kurzzeitigen (Zeit des prozessbedingten Mikroplastik-Spikings bis zum Austrag der Agglomerate < 3 min) Mikroplastikexposition auf gelöste Mikroschadstoffe in kommunalen Kläranlagen untersucht. Die Ergebnisse werden in dieser Publikation vorgestellt.

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