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Das Online-Labormagazin
02.12.2020

19.11.2020

Bestimmung und Quantifizierung von Kaschmir mit MALDI-MS

Keisuke Shima, Dr. Andreas Baumeister, Shimadzu Europa GmbH



Ob Pullover, Mütze oder Schal - wärmende Kleidung ist im Winter unverzichtbar. Die Geschäfte bieten hierfür die unterschiedlichsten Kleidungsstücke aus den verschiedensten Materialien. Einer der Luxusstoffe ist Kaschmir; er kommt hauptsächlich aus China. Die edle Faser aus dem Unterfell der Ziege stammt aus der Region Kaschmir, die zwischen Indien, Pakistan und China liegt.

Im Gegensatz zu Schafwolle ist Kaschmirhaar weicher sowie glatter und eine der teuersten und wertvollsten Natur-fasern. Doch wie können Verkäufer und Käufer angesichts von Produktfälschungen allerorten sichergehen, dass Kaschmir tatsächlich im Textil enthalten ist und nicht nur auf dem Label steht?

Die herkömmliche Methode, die Echtheit von Kaschmirhaar festzustellen, ist der Vergleich zu Referenzproben unter einem Licht- oder Elektronenmikroskop. Kürzlich hat die Internationale Organisation für Normung (ISO) eine neue Matrix-unterstützte Laser-Desorption/ Ionisationsbasierte Methode zugelassen, um Tierfasern zu analysieren (ISO 20418-2: 2018). Sie ermöglicht auch eine Quantifizierung, um bestimmte Mischungen nachzuweisen. Ein einzelnes Haar reicht aus, um dessen Ursprung festzustellen. Diese Methode bietet auch Potenzial bei der Analyse von kontaminierten Lebensmitteln, um die Ursache der Verunreinigung zu ermitteln.


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