19.12.2019

Materialprüftechnik und infrarotspektroskopische Identifizierung von Kunststoffen im Recycling

Marion Egelkraut-Holtus Kontakt, Mirnes Hasanbasic, Shimadzu Europa GmbH

Albert van Oyen, Carat GmbH



Kunststoffrecycling wird immer wichtiger - vor allem vor dem Hintergrund, dass der Polymerrohstoff Mineralöl langfristig nicht mehr in dem Volumen zur Verfügung stehen wird wie aktuell. Die Ressourcen der Erde und ihrer Atmosphäre sind endlich.

Aus dem natürlich vorkommenden Mineralöl wird unter anderem "frisches" Polymer produziert. Je nach Verwendungszweck werden ihm für sein Produktleben unterschiedliche Additive hin-zugegeben. Nach Ablauf der Lebenszeit endet der Kunststoff im Müllkreislauf.

Unter guten Bedingungen wird das Polymer recycelt und in neue Formen mit neuen Eigenschaften überführt, etwa wenn ein Kunststoff mit UV-Stabilisator und ein Kunststoff mit Weichmachern aufeinandertreffen. Nach dem Recyclingprozess sind beide Polymere verschmolzen und weisen neue Charakteristiken aus.

Eine komplexe Aufgabe für Recycling-Unternehmen ist es, den Kunststoffabfall zu analysieren, zu identifizieren und seine mechanischen Eigenschaften zu bestimmen. Anhand dieser Ergebnisse wird der Kunststoff in verschiedene Kategorien getrennt, um ihn dann gezielt weiterverarbeiten zu können.

Die mechanischen Eigenschaften des Kunststoffs sind wichtig für das herzustellende Endprodukt. Als Vorgabe gilt für deren Prüfung die ISO 527-1/2. Am Beispiel des Polystyrols werden hier die Herausforderungen betrachtet. Diese Kunststoffgruppe gehört zur Familie der Styrol-Polymere.

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