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Analytik NEWS
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05.03.2026

13.12.2024

Biologisch abbaubare Kunststoffe aus Abfall


Um die Grundlage für umweltfreundlichere Kunststofflösungen zu schaffen, arbeiten BHT-Professor Sebastian Riedel und ein koreanischer Kollege künftig in einem neuen Forschungsprojekt zusammen. Die DFG fördert das Vorhaben.

Prof. Dr.-Ing. Sebastian Riedel und Prof. Dr. Jaewook Myung vom Korea Advanced Institute of Science & Technology (KAIST) forschen gemeinsam an der Herstellung biologisch abbaubarer Kunststoffe aus Abfallströmen. Das Projekt wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert und hat eine Laufzeit von 36 Monaten.

Ziel der Forschung ist es, die Synthese von Polyhydroxyalkanoaten (PHA) - einer Gruppe biologisch abbaubarer Polyester - zu optimieren. Dabei sollen verschiedene Materialzusammensetzungen untersucht und ihre Auswirkungen auf die Umwelt umfassend bewertet werden. PHAs gelten als vielversprechende Alternative zu erdölbasierten Kunststoffen, da sie vollständig biologisch abbaubar sind und aus erneuerbaren Rohstoffen hergestellt werden können.

Im Fokus des Projekts steht die Nutzung von Mikroorganismen, die PHA aus verschiedenen Abfallströmen produzieren können. Dazu zählen Altspeiseöl und landwirtschaftliche Reststoffe. Diese Rohstoffe sind nicht nur kostengünstig und reichlich vorhanden, sondern tragen auch zur Reduzierung von Abfällen bei und fördern eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft.

Die BHT erhält im Rahmen der Förderung rund 580.000 Euro. Mit den Mitteln sollen die biotechnologischen Verfahren weiterentwickelt werden, um die industrielle Nutzbarkeit von PHA zu verbessern und die Grundlage für umweltfreundlichere Kunststofflösungen zu schaffen. Das Forschungsprojekt ist ein wichtiger Schritt, um die Nachhaltigkeit in der Kunststoffproduktion voranzutreiben und die Abhängigkeit von fossilen Rohstoffen zu reduzieren. Die Ergebnisse könnten wegweisend für die zukünftige Nutzung biologisch abbaubarer Materialien in verschiedenen Industrien sein.

Quelle: Berliner Hochschule für Technik