Analytik NEWS
Das Online-Labormagazin
07.10.2022


Thema: Re: GF-AAS

Autor(in): anonym am 11.02.2022 um 09:42:28

Antwort auf: GF-AAS eingetragen von anonym am 07.02.2022 um 11:28:56

Hallo, das kann an mehreren Faktoren liegen. Der häufigste Grund ist, dass sich die innere Oberfläche des Rohres durch Reaktion mit der Probenmatrix (oder auch mit dem Modifier) verändert, obwohl 50% Signalverlust in 2 Std schon viel sind.
Es kann auch was anderes sein, aber dazu müsste man Probenmatrix und Methode genauer kennen (Elemente, VT, AT, Modifier usw).

Um herauszufinden wann und wie stark der Signalverlust auftritt, kann man alle 5-10 Proben einen Kontrollstandard (QC) nachmessen, der erste nach der Kalibrierung und dann folgend. Praktisch jede moderne AAS-Software erlaubt es, Grenzen für den QC zu definieren und eine Aktion, wenn der QC außerhalb der Grenzen ist. Man hat etwa einen QC mit 10 ug/l und lässt ± 20% zu. Als Aktion kann man z.B. Reslope oder Neukalibrierung wählen. Wenn also etwa nach Probe 20 der QC mit 7 gefunden wird, wird automatisch neu kalibriert und alle Proben seit dem letzten gültigen QC werden nachgemessen. So kann man sicher sein, dass alle Ergebnisse richtig sind (wenn die Methode stimmt).

GFAAS (praktisch immer mit Zeeman-UGK) findet man immer noch ziemlich häufig in vielen Laboren, allerdings meistens begrenzt auf eine spezielle Aufgabe, wo ICPOES oder ICPMS eine gewisse Einschränkung haben.

Hoffe, das hilft dir weiter.

Schöne Grüße

» Antwort verfassen