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07.12.2022

27.10.2022

Der Apfel - eine Hand voller Gesundheit

Prof. Wolfgang Hasenpusch , CLB Chemie in Labor und Biotechnik

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Vielleicht haben die Europäer die Weisheit: "An apple a day keeps the doctor away!" schon weitgehend verinnerlicht, denn immerhin verzehren sie die meisten Äpfel jedes Jahr. In Deutschland sind das durchschnittlich 30 bis 40 Kilogramm Äpfel. Nach wie vor am liebsten die Apfelsorte "Elstar".

Äpfel enthalten wertvolle Inhaltsstoffe, wie Vitamine und Spurenelemente sowie die Mineral-Elemente Kalium, Kalzium, Magnesium oder Eisen. Neben den etwa 85 Prozent Wasser sind aber auch Aromastoffe zu finden, die nur in großen Mengen bedenklich wirken. Allerdings sind sie in seltenen Fällen auch in der Lage, bei empfindlichen Menschen Allergien hervorzurufen.

Die ursprüngliche Heimat des Kulturapfels "Malus domestica" aus der Familie der Rosengewächse (Rosaceae) liegt in Asien (Abbildung 1). Dieser Kulturapfel, wie wir ihn in verschiedenen Sorten als Tafelobst angeboten bekommen, ist eine Zuchtform, deren Abstammung auf dem Asiatischen Wildapfel (Malus sieversii) mit Einkreuzungen des Kaukasusapfels (Malus orientalis) oder des Kirschapfels (Malus baccata) beruht. Diese Wildapfelsorten sind jedoch bereits recht früh eingekreuzt worden.

Detail-Ansichten des Apfelbaums
Abb.1: historische Detail-Ansichten des Apfel-
baums nach Kohler's Medizinal-Pflanzen-Atlas

Was enthält ein Apfel?

Neben einem Wasser-Anteil von etwa 65-85 Gew.-% enthalten Äpfel in größeren Schwankungsbreiten Vitamine, Minerale, Pektine sowie zahlreiche Duft- und Aromastoffe. Daraus resultiert ein Brennwert von 217-228 Kilojoule, entsprechend 52-55 Kilokalorien/100 g. Der höchste Vitamin-Gehalt von etwa 70 % des Gesamt-Vitamingehaltes, besonders der der L-Ascorbinsäure, befindet sich in und unter der Apfelschale.

An Mineralien enthalten Äpfel die Elemente Kalium, Kalzium, Magnesium und Eisen. Als interessant und von Bedeutung lassen sich auch die sekundären Inhaltsstoffe der Äpfel bezeichnen. Da sind vor allem die Pektine und die aromagebenden Stoffe sowie die Apfelsäure zu nennen. Der Gehalt an Apfelsäure nimmt mit der Reife der Äpfel auf etwa 0,3-1,0 g/100 g essbarem Anteil ab.


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