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28.09.2022

15.09.2022

Entwicklung ressourcen- und umweltschonender chemischer Reaktionen ausgezeichnet

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Prof. Dr. Matthias Beller, wissenschaftlicher Direktor des Leibniz-Instituts für Katalyse (LIKAT), Rostock, wurde in Pisa mit der Luigi- Sacconi-Medaille 2022 geehrt. Es ist die höchste Auszeichnung der Italienischen Chemischen Gesellschaft im Bereich der Anorganischen Chemie und wird seit gut 20 Jahren gemeinsam mit der Luigi-Sacconi-Stiftung alljährlich an jeweils eine herausragende internationale Forscherpersönlichkeit verliehen.

Matthias Beller nahm die Ehrung im Rahmen der 68. nationalen Konferenz der Anorganischen Chemie entgegen. In der Laudatio würdigte Prof. Maurizio Peruzzini die Pionierarbeiten der Rostocker Forschungsgruppe auf dem Gebiet metallorganischer Katalysatoren für die Entwicklung ressourcen- und umweltschonender chemischer Reaktionen.

Mit mehr als 1000 wissenschaftlichen Publikationen zählt der wissenschaftliche Direktor des LIKAT zu den weltweit einflussreichsten Forschern in der Chemie. In den letzten Jahren setzten Mathias Beller und seine Forschungsgruppe u.a. mit der Entwicklung sogenannten manganbasierten Pincer-Katalysatoren einen Forschungstrend, der inzwischen weltweit verfolgt wird und zu den Hotspots in den chemischen Laboren zählt. Reaktives Zentrum solcher Katalysatoren sind kostengünstige, leicht zugängliche Manganatome, die "molekular definiert in die Zange" (engl.: Pincer) genommen werden, wie der Forscher erläutert.

Damit lassen sich nicht nur verbesserte Prozesse für viele bereits heute bestehende Feinchemikalien wie Arzneimittel oder Pflanzenschutzmittel umsetzen, sondern die neuartigen Katalysatoren werden auch bei der Entwicklung von alternativen Energietechnologien auf Basis von Wasserstoff verwendet.

In seinem Festvortrag betonte Matthias Beller u.a. die Bedeutung von internationalen Kooperationen sowie den Teamcharakter in der Forschung an seinem Institut: "Man kann als Einzelner eine brillante Idee haben, aber noch wichtiger ist es, Teil eines großartigen Teams zu sein, um sie zu verwirklichen."

» Weitere Informationen über Prof. Dr. Matthias Beller

Quelle: Leibniz-Institut für Katalyse (LIKAT)