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09.08.2022

04.08.2022

Projektstart: Lösung zur effizienten Speicherung von Wasserstoff

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Eine großflächige Nutzung von Wasserstoff als Energieträger ist eine zentrale Aufgabe, um die Klimaziele und Energieunabhängigkeit in Europa zu erreichen. Das von der EU geförderte Projekt MOST-H2: "Novel metal-organic framework adsorbents for efficient storage of hydrogen" entwickelt daher ein innovatives Konzept zur Wasserstoffspeicherung, vom Labor bis zum Tank.

Mit einem Budget von rund 6 Millionen Euro über zwei Jahre konzentriert sich das Projekt auf Forschung und Innovation, um eine neue Speicherlösung auf Basis von metallorganischen Frameworks zu entwickeln. Am 4. Juli 2022 fand das offizielle Kick-Off-Meeting des Projekts statt.

Labor-zum-Tank-Ansatz

MOST-H2 verfolgt einen Labor-zum-Tank-Ansatz zur Entwicklung, Bewertung und Demonstration innovativer kostengünstiger Wasserstoffspeicher-Technologien, bei denen monolithische Metall-Organische-Frameworks (MOFs) als Adsorbienten zum Einsatz kommen.

Die MOFs sind kosteneffizient und bieten eine optimale Kombination aus volumetrischer und gravimetrischer Kapazität, gleichzeitig aber auch einen geringen ökologischen Fußabdruck. Durch die Kombination fortschrittlicher Synthesestrategien und ausgefeilter Berechnungstechniken werden neue, nachhaltige Hochleistungs-MOFs hergestellt.

Hauptziel ist die Entwicklung, Synthese und experimentelle Validierung neuer, ultraporöser MOF-basierter Wasserstoffadsorptionsmittel. Dies ist ein wesentlicher Schritt auf dem Weg hin zu effizienteren, inhärent sichereren und kostengünstigeren Lösungen für die Wasserstoffspeicherung im Vergleich zu herkömmlichen Technologien. Ein wichtiger Teil des Projekts widmet sich der Entwicklung und Skalierung optimaler MOF-Materialien. Im Zuge dessen soll eine möglichst unkomplizierte Integration in einen speziell zu diesem Zweck konzipierten Kryoadsorptionsspeicher erfolgen.

Auf Grundlage der MOST-H2-Technologie werden Pläne für eine künftige Markteinführung ausgearbeitet, so dass das Projekt einen wesentlichen Beitrag zu einer grünen, nachhaltigen und kreislauforientierten Wasserstoffwirtschaft leisten wird. Das Steinbeis Europa Zentrum unterstützt als Projektpartner die Kommunikation sowie die Verbreitung und Verwertung der Projektergebnisse. Es kümmert sich um die Definition von Forschungs- und Marktbedarfen, um die geistigen Eigentumsrechte und Technologietransfer und um die Replikation und Geschäftsmodellierung.

MOST-H2 vereint 16 Partner aus Griechenland, dem Vereinigten Königreich, Frankreich, Deutschland, Spanien, Österreich, Italien und Marokko, welche vom 1. Juni 2022 bis zum 31. Mai 2026 zusammenarbeiten: National Centre for Scientific research "Demokritos" (Koordinator), University of Cambridge, University of Crete, Université du Mans, Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg, Universidad de Alicante, Max-Planck-Gesellschaft, Immaterial LTD, Mohammed VI Polytechnic University, Lapesa Grupo Empresarial SL/Laguens y Perez SL, FEN Research GmbH, Italferr SPA, Greendelta GmbH, Steinbeis Europa Zentrum, Hiden Isochema Ltd.

Quelle: Steinbeis-Europa-Zentrum