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29.11.2022

09.06.2022

Potenzial von Bismut als Katalysator

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Katalytische Prozesse einfacher, billiger und nachhaltiger machen: das sind einige der Ziele, die die Forscher am Max-Planck-Institut für Kohlenforschung anstreben. Dr. Mauro Mato, ein 29-jähriger Chemiker aus Spanien, arbeitet in der Forschungsgruppe von Dr. Josep Cornellà in der Abteilung für Metallorganische Chemie. Er möchte das junge Gebiet der Bismut-Redox-Katalyse genauer unter die Lupe nehmen und es auf Kreuzkupplungsreaktionen anwenden.

Kreuzkupplungsreaktionen beschreiben eine bestimmte Art von chemischer Umwandlung, bei der zwei Molekülfragmente mit Hilfe eines Metallkatalysators als "Treffpunkt" miteinander verbunden werden. Redoxaktive Übergangsmetalle sind weit verbreitete Werkzeuge zur Durchführung dieser Reaktionen, aber sie sind oft teuer (Edelmetalle wie Palladium) oder giftig.

"Im Vergleich zu anderen Metallen, die für katalytische Zwecke verwendet werden, könnte Bismut einige Vorteile bieten", erklärt Mauro Mato, und zwar aus wirtschaftlichen und ökologischen Gründen. Denn Bismut sei leichter verfügbar und weniger giftig als andere Metalle, so Mauro Mato. Außerdem könnten die besonderen Eigenschaften von Bismut als "Hauptgruppenelement" zur Entdeckung noch nie dagewesener Kopplungsreaktionen führen, die mit der konventionelleren "Übergangsmetall"-Katalyse nicht erreicht werden können.

Projektlaufzeit liegt bei zwei Jahren

Für sein Projekt "Cross-Bit" wird Mauro Mato mit einem sehr begehrten Postdoktorandenstipendium der Marie Sklodowska-Curie Actions (MSCA) der Europäischen Union gefördert. Sein Antrag war einer von lediglich 1156, die angenommen wurden. Die Erfolgsquote im Bereich der Chemie lag bei 14 Prozent.

Mauro Mato arbeitet seit sechs Monaten am Max-Planck-Institut für Kohlenforschung. Er absolvierte sein Grundstudium an der Universität A Coruna und promovierte am ICIQ in Tarragona unter der Leitung von Prof. Antonio Echavarren.

Quelle: Max-Planck-Institut für Kohlenforschung