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25.09.2022

30.11.2021

Verbesserte Analysemethoden für PFAS in Futtermitteln empfohlen

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Per- und Per- und Polyfluoralkylsubstanzen (PFAS) sind Industriechemikalien. Sie kommen vielfach in industriellen Prozessen zum Einsatz und werden in zahlreichen Verbraucherprodukten wie Papier, Textilien, antihaft-beschichteten Pfannen oder Kosmetika verarbeitet.

PFAS sind schwer abbaubar und in der Umwelt, in der Nahrungskette und im menschlichen Blut nachweisbar. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat im September 2020 die gesundheitlichen Risiken durch PFAS in Lebensmitteln neu bewertet und eine tolerierbare wöchentliche Aufnahmemenge (Tolerable Weekly Intake (TWI)) von 4,4 Nanogramm (ng) pro Kilogramm (kg) Körpergewicht pro Woche abgeleitet.

Die Europäische Kommission schlägt daher erstmalig Höchstgehalte für PFAS in Lebensmitteln tierischer Herkunft vor. Das BfR hat überprüft, ob unter Zugrundelegung der Hintergrundbelastung von PFAS in Futtermitteln die vorgeschlagenen Höchstgehalte eingehalten werden können.

Die Abschätzung der maximal möglichen PFAS-Gehalte im Futtermittel, bei denen die vorgeschlagenen Höchstgehalte für tierische Lebensmittel nicht überschritten werden, zeigt, dass die derzeit vorhandenen analytischen Bestimmungsgrenzen deutlich abgesenkt werden sollten.

Das BfR empfiehlt daher zunächst, empfindlichere PFAS-Analysemethoden zu entwickeln, auf deren Grundlage in einem Futtermittelmonitoring PFAS-Hintergrundbelastungen erhoben werden können, die für die Ableitung von Höchstgehalten notwendig sind.

» Zur ausführlichen Stellungnahme

Quelle: Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR)