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Das Online-Labormagazin
29.11.2021

16.11.2021

Branchenstandard für nachhaltige Wertschöpfung erarbeiten

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Das nationale Gesetz zu unternehmerischen Sorgfaltspflichten in Lieferketten stellt künftig höhere Anforderungen an Unternehmen. Auch Kunden, Vertragspartner und Nichtregierungsorganisationen richten steigende Erwartungen an die Wirtschaft.

Chemie3 die Nachhaltigkeitsinitiative der chemisch-pharmazeutischen Industrie in Deutschland, wird deshalb einen Branchenstandard für nachhaltige Wertschöpfungsketten entwickeln.

Dabei kann sie auf ihrem langjährigen Engagement bei der Achtung von Sorgfaltspflichten in der Lieferkette aufbauen. Auch vor dem Hintergrund weiterer zu erwartender Regulierungen auf europäischer Ebene ist der Chemie³-Branchenstandard von hoher Relevanz.

Mit dem angestrebten Standard will die Initiative insbesondere kleinen und mittelständischen Unternehmen eine praxisnahe Hilfestellung bieten. Kern des Standards wird eine Toolbox sein, die Unternehmen bei der Wahrnehmung ihrer Sorgfaltspflichten unterstützt, beispielsweise mit Assessment-Instrumenten sowie Muster- und Entscheidungsvorlagen.

Die Inhalte der Toolbox erarbeiten die Chemie3-Allianzpartner VCI, IG BCE und BAVC gemeinsam mit Unternehmen und Arbeitnehmervertretungen. Dazu wird es eine Reihe von Werkstattgesprächen geben. Ergebnisse sollen schrittweise veröffentlicht und die Entwicklung mit wichtigen Stakeholdern wie Kunden, Vertragspartnern und Nichtregierungsorganisationen diskutiert werden. Begleitet wird der Prozess von der Managementberatung "Löning - Human Rights & Responsible Business". Die Arbeiten an dem Branchenstandard beginnen noch in diesem Jahr und sollen im Jahr 2023 abgeschlossen sein.

Mit ihrer Initiative Chemie3 wollen die Allianzpartner von Chemie³, VCI, IG BCE und BAVC, Nachhaltigkeit als Leitbild in der chemischen Industrie verankern. Dazu hat Chemie3 zwölf "Leitlinien zur Nachhaltigkeit für die chemische Industrie in Deutschland" erarbeitet und unterstützt ihre Mitglieder bei deren Anwendung im Unternehmensalltag.

Quelle: Bundesarbeitgeberverband Chemie