17.07.2025
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Neue TRGS 401: Empfehlungen zur Bewertung von Gefährdungen durch Hautkontakt mit Gefahrstoffen
Prof. Thomas Brüning, Dr. Michal Gina, Dr. Ingolf Hosbach, Institut für Prävention und Arbeitsmedizin der DGUV Institut der Ruhr-Universität Bochum (IPA)
Die Technische Regel für Gefahrstoffe (TRGS) 401 "Gefährdung durch Hautkontakt - Ermittlung, Beurteilung, Maßnahmen" gibt Empfehlungen zur Bewertung von Gefährdungen durch Hautkontakt mit Gefahrstoffen.
Seit ihrer Veröffentlichung im November 2022 sind bei der Interpretation und Umsetzung in der Praxis Unsicherheiten aufgetreten. Diese haben zu zahlreichen Anfragen bei den Unfallversicherungsträgern geführt.
Als Reaktion darauf hat eine Gruppe aus Arbeitsmedizin und Wissenschaft eine gemeinsame Stellungnahme zu den häufig diskutierten und praxisrelevanten Fragen veröffentlicht (Gina et al. 2025). Im Folgenden werden die wichtigsten Aussagen dieser Publikation zusammengefasst.

- Bild: pixabay [CCO]
Einleitung

Gemäß dem Arbeitsschutzgesetz müssen Arbeitgebende die Arbeitsbedingungen bewerten, um Schutzmaßnahmen abzuleiten. Hierbei dient die TRGS 401 als wichtiges Instrument der Primärprävention zum Schutz der Hautgesundheit der Beschäftigten.
Sie bietet umfassende Empfehlungen zur Beurteilung des Hautkontakts mit Gefahrstoffen und definiert die Feuchtarbeit (Fartasch et al. 2022). Ein zentraler Aspekt der neuen TRGS 401 ist die Bewertung von Tätigkeiten mit Gefahrstoffen, bei denen Arbeitgebende verpflichtet sind, vor Tätigkeitsaufnahme eine Gefährdungsbeurteilung durchzuführen. Die TRGS 401 bietet spezifische Hinweise zur Einschätzung der dermalen Gefährdung bei Hautkontakt (Dörr und Pieper 2023).
