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13.07.2024

26.01.2023

Toxische Wirkung von arbeitsmedizinisch relevanten Partikeln

Prof. Thomas Brüning, Prof. Jürgen Bünger, Nina Rosenkranz, Institut für Prävention und Arbeitsmedizin der Ruhr-Universität Bochum

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Gesundheitliche Risiken durch biobeständige Stäube, einschließlich Fasern, sind weiterhin eine besondere Herausforderung für den Schutz von Beschäftigten am Arbeitsplatz. Partikel und Fasern verursachen den größten Teil schwerwiegender Berufskrankheiten und sind daher weiterhin von hoher Relevanz für die gesetzliche Unfallversicherung.

Gleichzeitig werden Partikel und in jüngerer Zeit besonders Nanopartikel für zahlreiche neue Anwendungen entwickelt und in den Verkehr gebracht. Eingesetzt werden sie zum Beispiel im Leichtbau, in Elektro- und Elektronikbauteilen, bei Oberflächenbeschichtungen oder medizinischen und kosmetischen Produkten.

Mögliche Gesundheitsgefährdungen sind toxikologisch noch nicht hinreichend untersucht. Erkenntnislücken betreffen vor allem die Eigenschaften, die die Toxizität von granulären (nicht faserförmigen) Partikeln maßgeblich bestimmen. Hierbei werden sowohl der Partikelgröße, der Form und auch der Oberfläche wesentliche Einflüsse zugeschrieben.

Sollte sich dies bestätigen, wäre eine stärkere Berücksichtigung dieser Parameter hinsichtlich regulatorischer Fragen zu Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz notwendig. Die Grenzwertfindung würde deutlich erschwert, da nicht nur die chemische Identität, sondern auch Partikelgröße, Form und Oberfläche berücksichtigt werden müssten. Der Einsatz von granulären biobeständigen Stäuben ohne spezifische Toxizität (GBS) und Nano-GBS am Arbeitsplatz mit unterschiedlichen Grenzwerten ist schon heute in den verschiedenen Technischen Regeln (TRGS 527, TRGS 900) durch den
Ausschuss für Gefahrstoffe reguliert.

Für diesen Artikel wurde untersucht, ob sich in einem In-vitro-Modell aufgrund verschiedener Partikelparameter, wie Größe, Form und Oberfläche Rückschlüsse auf gesundheitliche Auswirkungen ergeben.


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