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Das Online-Labormagazin
18.09.2020

06.08.2020

Robuste Expansion von humanen mesenchymalen Stammzellen

Aurélie Tacheniy, Wiame Ben El Mostapha, Eppendorf Application Technologies S.A.

Nadine Mellies, Eppendorf AG



Humane mesenchymale Stammzellen (hMSCs) haben in den letzten zehn Jahren zunehmendes Interesse geweckt. Es handelt sich hierbei um multipotente Zellen in einer heterogenen Population, die aus unterschiedlichen Geweben isoliert werden können. Ihre spezifischen Eigenschaften, wie z.B. ihr mesenchymales Differenzierungspotenzial sowie die Immunmodulation und Sekretion von entzündungshemmenden Molekülen, machen sie zu einer vielversprechenden Stammzellpopulation auf verschiedenen Gebieten der Grundlagen bzw. angewandten Forschung.

Da sie in ihren Ursprungsgeweben in relativ geringer Zellzahl vorliegen, erfordert es einen robusten in vitro Expansionsprozess, um eine ausreichende Anzahl an qualitativ hochwertigen hMSCs zu erhalten. Für gewöhnlich werden hMSCs in vitro in serumhaltigem Medium auf einer TC-behandelten (TCT) Oberfläche expandiert. Allerdings ist der Gebrauch von aus Tieren gewonnenen Materialien, wie z.B. Serum, mit zahlreichen Nachteilen behaftet.

Enthält das Kultursystem keine Serumproteine, ist für die Kultivierung von hMSCs eine zusätzliche Beschichtung auf der Kulturoberfläche notwendig, die die Zelladhäsion unterstützt. Dabei sind die häufig eingesetzten Beschichtungen biologischen Ursprungs und naturgemäß komplex und undefiniert, was die Reproduzierbarkeit von Experimenten beeinträchtigen kann

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