19.12.2024
Ein Wunsch (nicht nur) für das neue Jahr: mehr Tiefe und Gemeinsinn

- Bild: pixabay [CCO]
Scheinbar wird vergessen, dass Reden nicht dem Selbstzweck dient, sondern eine durchdachte Grundlage haben sollte. Meetings sind dann wirklich sinnvoll, wenn Ziele und Aufgaben definiert werden und getanes reflektiert wird.
Klarheit und Struktur in der Kommunikation fördert nicht nur die Produktivität, sondern auch die Zufriedenheit der Mitarbeitenden. Die meisten klugen Entscheidungen und Ideen entstehen durch sorgfältiges Nachdenken. Zeit für tiefere Analysen, kreatives Brainstorming statt für endlose Meetings zu nutzen, fördert Wachstum und Innovationskraft eines Unternehmens.
Auch die "Ellbogen-Mentalität" bei der Durchsetzung eigener Interessen beim Wettbewerb um Beförderungen, Abteilungszielen oder der kurz gedachten Gewinnmaximierung schadet oft mehr als sie nützt. Ein Unternehmen ist mehr als die Summe seiner Teile. Gemeinsames Streben nach im Team erarbeiteten Werten und Zielen schafft nicht nur ein besseres Arbeitsklima, sondern trägt mittel- und langfristig für den Erfolg eines Unternehmens bei.
Gute Führungskräfte stehen vor der Herausforderung, Teams zu inspirieren und gleichzeitig individuelle Interessen zu berücksichtigen. Dabei sollten sie den Erfolg des Teams über den persönlichen stellen. Dann gelingt auch die Verbindung von wirtschaftlichem Erfolg mit sozialem Mehrwert.
Der Politiker und Industrielle Walther Rathenau formulierte den Neujahrswunsch:
Weniger Rede, mehr Gedanken, weniger Interessen, mehr Gemeinsinn.
Walther Rathenau (1867-1922)
Wenn Unternehmen und ihre Mitarbeitenden diesen Neujahrswunsch beherzigen, könnte eine Arbeitswelt entstehen, die nicht nur ökonomisch erfolgreich, sondern auch gesellschaftlich relevant und nachhaltig ist. Rathenaus Vision ist damit nicht nur ein Wunsch, sondern eine klare Aufforderung zum Handeln.
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