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Das Online-Labormagazin
23.10.2020

02.07.2020

Trau dich!


(im)possible
Bild: Pixabay [CCO]
Immer wieder geraten wir in Situationen, die uns verunsichern. Wir stehen vor Entscheidungen, die unser zukünftiges Leben beeinflussen oder bekommen ein neues Projekt anvertraut, das uns viel abverlangt oder dessen Thematik nicht wirklich zu unseren Kernkompetenzen gehört.

Glücklich sind in dieser Situation diejenigen, die mit einer gehörigen Portion Selbstbewusstsein und der Einstellung "natürlich schaffe ich das" ausgestattet sind. Jedoch machen große Herausforderungen und Veränderungen nicht wenigen Menschen durchaus auch Angst.

Wie so oft gibt es auch für diese Situationen ausreichend Hilfestellungen im Internet von Personal-Coaches oder in gedruckten Ratgebern. Hier findet man bestimmt den einen oder anderen Tipp, aber inspirierender und überzeugender finde ich praktische Beispiele: Persönlichkeiten, die sich durchbeißen mussten und gelernt haben, ihren Weg so zu beschreiten, wie sie es für richtig halten - allen Unkenrufen zum Trotz.

Da ich selbst weiblich bin, gefallen mir starke Frauen natürlich besonders. Solche, die sich auch gegen den Unwillen ihrer Zeitgenossen durchgesetzt und etabliert haben, wie Marie Curie, Elisabeth Selbert oder Malala Yousafzai.

Eine weitere Vertreterin des "starken Geschlechts", die einem für gewöhnlich gar nicht gleich in den Sinn kommt, ist Eleanor Roosevelt. In der allgemeinen Wahrnehmung tritt sie eher als Präsidentengattin, denn als eigenständige Person in Erscheinung. Ihre Mutter war enttäuscht von Eleanor, da sie ihrer Ansicht nach nicht hübsch genug war. Ihre Ehe kann nicht besonders angenehm gewesen sein, da ihr Ehemann Franklin D. Roosevelt, Staatssenator in New York, später Gouverneur und schließlich 32. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, sie schon bald nach der Hochzeit betrog.

Trotzdem unterstützte sie ihren Mann zeitlebens, schaffte sich aber finanzielle Unabhängigkeit durch das Schreiben von Kolumnen in Zeitschriften, Vorträge und als Herausgeberin der Zeitung "Women's Democratic News". Einen Namen machte sie sich als Kämpferin für Frauenrechte in den USA und später auch gegen die Rassentrennung. Ihr politisches Engagement bescherte ihr schließlich im Dezember 1945 die Nominierung zur US-Delegierten der Vereinten Nationen. Dort gehörte sie zu den Verfassern der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte und bestach durch diplomatisches Geschick.

In Ihrem 1960 erschienenen Buch "You learn by living" schreibt sie "Mut ist aufregender als Angst, und auf lange Sicht macht er die Dinge leichter. Wir müssen nicht über Nacht zu Helden werden. Wir müssen nur Schritt für Schritt jedem neuen Ding, das auf uns zukommt, begegnen, sehen, dass es nicht so schrecklich ist, wie es aussah, und entdecken, dass wir die Kraft haben, es niederzustarren." Oder kurz gefasst:

Du musst genau das machen, wovon du glaubst, das kann man nicht machen.
Eleanor Roosevelt (1884-1962)

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Autor: Anke Fähnrich


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