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Das Online-Labormagazin
21.09.2021

14.09.2021

Trinkwasserverureinigung durch persistente, mobile Substanzen

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Persistente, mobile Substanzen (PM) sind eine bekannte und ernsthafte Bedrohung für die Sicherheit von Wasserressourcen. Oftmals muss das Trinkwasser aufgrund von Verunreinigungen durch PM-Substanzen mithilfe teurer Technologien aufbereitet werden.

Das bekannteste Beispiel für PM-Substanzen sind Per- und polyfluorierte Alkylverbindungen, kurz PFAS, doch gibt es noch viele andere. Dieses weltweite Problem hat Anlass gegeben zu neuen politischen Schritten und Überwachungsmaßnahmen und auch der europäische "Green Deal" beinhaltet eine breit angelegte Initiative zur Regulierung von PM-Substanzen in Chemikalien und Wasser.

In diesem Zusammenhang geht im Herbst 2021 ein breit angelegtes europäisches Forschungsprojekt - "Zero pollution of persistent, mobile substances", kurz ZeroPM - an den Start, das sich dem Null-Schadstoff-Ziel im Hinblick auf persistente, mobile Substanzen widmet.

ZeroPM, an dem insgesamt 15 Partner beteiligt sind, wird im Rahmen des H2020-Förderaufrufs "Building a low-carbon, climate resilient future: Research and innovation in support of the European Green Deal: Innovative, systemic zero-pollution solutions to protect health, environment and natural resources from persistent and mobile chemicals" für eine Laufzeit von 5 Jahren gefördert. Geleitet wird das Projekt vom Norwegischen Geotechnischen Institut, mit Dr. Sarah Hale als Projektkoordinatorin und Prof. Hans Peter Arp als Co-Koordinator. Das Fraunhofer ITEM wird dazu beitragen, mögliche Gefährdungen durch PM-Substanzen zu identifizieren und zu charakterisieren.

ZeroPM wird Präventions-, Priorisierungs- und Beseitigungsstrategien miteinander verknüpfen und Synergien schaffen, um sowohl die Umwelt als auch die Gesundheit des Menschen vor PM-Substanzen zu schützen. Zu diesem Zweck wird ZeroPM ein evidenzbasiertes, mehrstufiges System errichten, das politische, technologische und wirtschaftliche Anreize schaffen soll, um die Verwendung, Emission und Verschmutzung durch ganze Gruppen von PM-Substanzen zu minimieren.

ZeroPM wird politische Verbesserungen, eine Zunahme der geschäftlichen Möglichkeiten und der Wettbewerbsfähigkeit, eine verbesserte Lebensgrundlage für die Bürger und Bürgerinnen der EU und darüber hinaus sowie modernste Methoden hervorbringen, um zu verhindern, dass PM-Substanzen in ungeeigneter Weise ersetzt oder beseitigt werden. ZeroPM strebt an, das wegweisende Projekt zu sein, mit dem die ehrgeizigen Ziele der EU-Chemikalienstrategie verwirklicht werden können, um eine schadstoff- und giftfreie Umwelt zu erreichen.

Quelle: Fraunhofer-Institut für Toxikologie und Experimentelle Medizin (ITEM)