12.03.2026
Digitaler Datenputz: So sparen Unternehmen Strom und CO2
Dr. Torsten Beyer , Dr. Beyer Internet-Beratung
Jedes Gigabyte Daten, das in einer Cloud liegt, produziert pro Jahr ungefähr 100 Gramm CO2-Emissionen. Das geht aus einer aktuellen Studie der EU-Kommission hervor. Gleichzeitig werden nach einer Analyse des Datenmanagement-Anbieters Veritas über die Hälfte aller Daten in Firmen-Clouds veraltet und überflüssig. Bei einem weiteren Drittel ist der Status ungeklärt - nur 15 Prozent werden noch benötigt.
Vor dem Hintergrund solcher Zahlen macht ein regelmäßiger digitaler Datenputz in Unternehmen aller Größen und Branchen durchaus Sinn. Denn die beste Strategie zur Vermeidung von Datenmüll sind klare Vorgaben, was wie lange gespeichert werden soll. Außerdem sollte geklärt werden, welchen Zweck gespeicherte Daten haben und wann sie gelöscht werden können.
Eine digitale Inventur hat mehrere Benefits
Eine digitale Inventur und ein Datenputz reduzieren nicht nur den Strom- und Ressourcenverbrauch, sondern haben weitere Vorteile. Vielleicht lässt sich sogar manch interner Datenschatz heben. Das geflügelte Wort "Wenn wir wüssten, was wir wissen, wären wir doppelt so produktiv!" beschreibt den Istzustand der Datenablage in Unternehmen aller Größenordnungen ziemlich treffend.

- Bild: pixabay [CCO]
Vielerorts fehlten von Anfang an klare Regeln und Strukturen für die elektronische Datenablage, die in den letzten Jahrzehnten zu einem enormen Datenwildwuchs führten. Die immer stärkere Internet-Nutzung wirkte da wie ein Brandbeschleuniger für immer mehr Daten auf immer mehr Endgeräten, die die interne IT-Abteilung vor immer größere Herausforderungen auch beim Thema Datenschutz und Zugangskontrolle stellen.
