26.03.2020

Stromfresser Internet - die unterschätzte CO2-Quelle

Dr. Torsten Beyer , Dr. Beyer Internet-Beratung



Das Wort Klimahysterie wurde zum Unwort des Jahres 2019 gewählt. Hysterie hilft aber wenig beim Lösen von Problemen, da Argumente dann kaum noch Gehör finden. Deshalb sollen hier die Fakten beleuchtet werden.

Laut einer Studie von "The Shift Project" aus dem Jahr 2018 entsteht der Energieverbrauch von IT-Technologien zu 55 Prozent durch die Nutzung von Internet-Diensten und zu 45 Prozent durch die Produktion der dafür nötigen Geräte sowie den Betrieb und Ausbau der technischen Infrastruktur. Die gleiche Studie kommt zum Ergebnis, dass die globalen CO2-Emissionen des Internets jährlich um neun Prozent steigen. Sie liegen aktuell bei vier Prozent der Gesamtemissionen an CO2 und damit bereits höher als die des gesamten weltweiten Flugverkehrs. Bereits in fünf Jahren werden sie sieben Prozent betragen und damit alle CO2-Emissionen des weltweiten Straßenverkehrs übersteigen.

Aktuell sind knapp 60 Prozent der Weltbevölkerung online, die Zahl wird in den nächsten Jahren allerdings weiter stark anwachsen. Dadurch werden immer mehr Daten übertragen, mehr internetfähige Geräte benötigt und die Infrastruktur immer weiter ausgebaut werden müssen. Nur so lassen sich auch in Zukunft die Bedürfnisse von Nutzern und Unternehmen befriedigen. Dazu kommen neue Technologien wie das Internet der Dinge, 5G-Netz, autonomes Fahren oder Bitcoin-Anwendungen, die die zu übertragenden Datenmengen weiter explodieren lassen.

Betrachten man die unterschiedlichen Quellen, so ergeben sich diverse Möglichkeiten, wie das Internet zukünftig stromsparender und mit weniger CO2-Emissionen betrieben werden kann.

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