Header
Das Online-Labormagazin
18.09.2020

03.09.2020

Automatisierter Proteinverdau für die MS-basierte Proteomik

Dr. Martin Technau, Ulf Sengutta , CEM GmbH



Proteine bzw. Peptide spielen für die physiologische und biochemische Funktion lebender Organismen eine heraus-ragende Rolle. Peptide und Petidomimetika kommen z.B. auch als Wirkstoffe mit potenter Wirksamkeit in Frage, was schnelle Synthesemöglichkeiten für die Forschung interessant macht; oder Proteine sind selbst Ziel von Wirksubstanzen z.B. in Form von Enzymhemmern. Daher ist die Sequenz- und Struktur-Analyse von Proteinen ein weiteres wichtiges Aufgabenfeld.

Die auf der Massenspektrometrie (MS) basierende Proteomik ist ein unverzichtbares Werkzeug für Biologen, Biochemiker und für die medizinische Grundlagenforschung. Mit ihrer Hilfe lassen sich biochemische Signaltransduktionswege aufklären, molekulare Ursachen von Krankheiten verstehen, Wirkungsmechanismen bereits bekannter Arzneistoffe erkennen sowie neue Targets für Diagnostika und Medikamente entdecken.

Für die massenspektrometrische Analyse müssen die zu untersuchenden, hochkomplexen Proteingemische zu-nächst aufgetrennt werden. Eines der kostengünstigsten Verfahren hierfür ist die zweidimensionale Gelelektrophorese; sie trennt die Proteine in der ersten Dimension nach ihrem isoelektrischen Punkt und in der zweiten Dimension nach ihrer Größe (Molekülmasse) und erlaubt die Separierung von Tausenden von Proteinen in einem Durchgang.

» Artikel lesen