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16.07.2024

16.05.2024

Summ, summ, summ...

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Biene auf Blüte
Bild: form PxHere [CCO]
Am 20. Mai ist der Weltbienentag. Der Geburtstag des Wiener Hofimkermeisters Anton Janscha wurde für diesen Tag ausgewählt, um darauf hinzuweisen, dass die kleinen, fleißigen Tierchen bedroht sind. So unscheinbar sie sein mögen, so wichtig sind Bienen für den Fortbestand unzähliger Blühpflanzen. Da auch Obstbäume und Gemüsepflanzen dazuzählen, würde ihr Verschwinden auch uns Menschen unmittelbar betreffen.

Die von Menschen seit Jahrtausenden kultivierte Honigernte machte die Honigbiene zum kleinsten Haustier der Welt. Für 500 g Honig muss eine Biene, statistisch gesehen, dreimal um den Äquator fliegen - und ausreichend Nektar-haltige Pflanzen finden. Das ist nicht immer einfach, denn neben den für Bienen nutzlosen Monokulturen sehen einige Blüten zwar schön aus, sind für Bienen aber ebenfalls unbrauchbar. Dazu zählen auch so beliebte Gartenpflanzen wie Forsythie, Geranie, Flieder, Rosen oder Zierkirschen.

Nicht nur mangelndes Nahrungsangebot, auch Pflanzenschutzmittel aus der Familie der Neonicotinoide, Parasiten wie die Varroamilbe oder die seit einigen Jahren immer häufiger auftretende Asiatische Hornisse bedrohen den Fortbestand der Bienen zunehmend.

Dabei sind nicht nur die Honigbienen bedroht. Allerdings haben sie mit den Imkerei-Verbänden eine recht gute Lobby. Anders sieht es da für die mehr als 20.000 Wildbienenarten aus. Von den ungefähr 580 in Deutschland vorkommenden Arten ist etwa die Hälfte vom Aussterben bedroht.

Seines Fleißes darf sich jedermann rühmen.
Gotthold Ephraim Lessing (1729-1781)
... wird Lessing, einer der größten Dichter der Aufklärung, zitiert. Vermutlich hat er dabei nicht an die Bienen gedacht, aber wir können das tun und die fleißigen Tierchen unterstützen. Bienenfreundliche Gärten sind nicht nur pflegeleichter, sondern auch freundlicher anzusehen als Schotter- und Kieselsteinwüsten mit einsamen Ziergrasstauden.

Damit Bienen und andere Insekten zum Bestäuben angelockt werden, konkurrieren die Pflanzen mit Duft und Farbe. Dahlien, Lavendel, Wandelröschen, Glockenblume oder Löwenmäulchen sind nur einige der bienenfreundlichen Blumen, die einen Garten verschönern und bereichern. Und auch über Klee oder Löwenzahn im Rasen freuen sich die Bienen. Ergänzt durch ein Insektenhotel, oder natürliche Nistmöglichkeiten in einer "unaufgeräumten" Ecke des Gartens werden ohne große Anstrengung gute Bedingungen für das Überleben der nützlichen Tierchen geschaffen.

» Webseite zum Weltbienentag

» Tipps für einen bienenfreundlichen Garten

» Honigbienen halten - einfach und natürlich

Autor:  

Anke Fähnrich

Anke Fähnrich


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