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Das Online-Labormagazin
24.10.2021

01.07.2021

Mach mal Urlaub!

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Pause!
Bild: Tama66 [CCO]
Am 5. Juli wird - vornehmlich in den USA - der Workaholics Day begangen. Dieser Tag dient dabei nicht der Glorifizierung von übermäßig fleißigen Mitmenschen, sondern will im Gegenteil darauf aufmerksam machen, dass für einen gewissen Prozentsatz der arbeitenden Bevölkerung Begriffe wie Freizeit oder Erholung Fremdworte sind. Bei Ihnen geht der Arbeitseifer sogar so weit, dass Psychologen von Krankheit und echtem Suchtverhalten sprechen.

Aber auch diejenigen, deren Arbeitseifer keine pathologischen Züge aufweist, sind an diesem Tag aufgefordert, darüber nachzudenken was - außer Arbeit - das Leben attraktiv und angenehm macht oder machen könnte. Eine steigende Zahl gemeldeter Fälle von Arbeitsunfähigkeit aufgrund von Burnout belegt, dass dies wirklich notwendig ist.

Die Gründe für ein übermäßiges Arbeitspensum sind vielschichtig. Angst um den Arbeitsplatz, Flucht vor privaten Problemen, Perfektionismus, das Unvermögen Arbeiten zu delegieren oder Erfolg mit Glück gleichzusetzen sind nur einige davon.

Auch wenn man seine Arbeit ausgesprochen gerne erledigt, darf man darüber Phasen der Erholung nicht vergessen. Oder wie der griechische Autor und Philosoph Plutarch von Chaironeia gesagt haben soll:

Erholung ist die Würze der Arbeit.
Plutarch von Chaironeia (ca. 45 - 125)

Wie praktisch, dass vielerorts gerade die Sommerferien und damit verbunden die Urlaubszeit bevorstehen! Das ist doch eine gute Gelegenheit, sich eine Auszeit von der Arbeit zu nehmen. Wichtig dabei ist - vor allem für diejenigen, die sich mit dem Workaholics Day angesprochen fühlen - wirklich mal abzuschalten: Dienst-Handy und Laptop zu Hause lassen und auch nicht "nur mal schnell" die Mails oder Anrufe zu checken.

Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wird man feststellen, dass die Firma nicht bankrottgeht und nicht alle Kunden Ihre Aufträge stornieren, nur weil man 14 Tage nicht erreichbar ist. Es gibt immer nette Kollegen, die genauso fähig und fleißig sind wie man selbst und einen adäquat vertreten können. Auch der Chef wird einen nach zwei Wochen Urlaub noch genauso wertschätzen wie davor - vielleicht sogar noch ein bisschen mehr, weil er merkt was man täglich so alles wegschafft...

... und falls das alles nicht der Fall sein sollte ist es sowieso an der Zeit, sich nach einer neuen Arbeitsstelle umzuschauen!

» Informationen zur Arbeitssucht

» Statistik zu Arbeitsunfähigkeitsfällen aufgrund von Burn-out-Erkrankungen

» Häufige Gründe für Burn-out

Autor: Anke Fähnrich


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