Möglichkeiten zum Einsatz der Combustion Ionenchromatographie (CIC) für das PFAS-Screening
Per- und polyfluorierte Alkylverbindungen (PFAS), eine Stoffklasse aus fast 10.000 synthetischen fluororganischen Verbindungen, sind unter anderem wasser-, öl- und hitzebeständige Chemikalien, die aufgrund ihrer einzigartigen Eigenschaften in vielen Produkten und Branchen verwendet werden. Gelangen sie allerdings in die Wasserversorgung und Nahrungskette, können sie beim Menschen verschiedene gesundheitliche Probleme verursachen. Die Stabilität dieser Stoffe und ihrer Abbauprodukte sowie ihre Fähigkeit, Proteine zu binden, machen sie besonders schädlich. Daher ist die Überwachung dieser persistenten Verbindungen von großer Bedeutung.
Schnelle Screening-Methode zur Risikoabschätzung
Gezielte Analysenmethoden zur Einzelstoffanalytik erfassen nur einen kleinen Teil der PFAS. Non-Target-Screening Methoden bieten einen umfassenderen Blick auf die Wasserqualität, da mit ihnen der Gesamteinfluss der fluororganischen Verbindungen abgeschätzt werden kann.
Ein Summenparameter, der dafür infrage kommt, ist die Bestimmung von adsorbierbarem, organisch gebundenem Fluor (AOF). Die neue DIN 38409-59: 2022-10, die im Oktober 2022 veröffentlicht wurde, beschreibt dieses Verfahren.
Hierbei werden die organischen Fluorverbindungen an in Säulen gepackter Aktivkohle adsorbiert. Die Aktivkohle wird im Anschluss mittels Combustion Ionenchromatographie (CIC) verbrannt und das bei der Verbrennung entstehende Fluorid mittels IC gemessen.
Sicherheit für die öffentliche Wasserversorgung
Mit diesem Verfahren kann beispielsweise die Effizienz der Wasseraufbereitung zur Entfernung von schädlichen künstlichen fluororganischen Chemikalien überwacht werden, um so ihre Freisetzung in die Umwelt oder in die öffentliche Wasserversorgung zu verhindern.
Im Vergleich zu gezielten Analysenmethoden (Einzelstoffanalytik), die nur eine Auswahl von Verbindungen messen, ist die Bestimmung von AOF in Wasserproben mit Combustion Ionenchromatographie:
- umfassender
- einfacher in der Durchführung
- eine schnelle Screening-Alternative
Auch in den im August 2024 von der EU veröffentlichten neuen "Technische Leitlinien bezüglich der Analyseverfahren zur Überwachung der per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen (PFAS) in Wasser für den menschlichen Gebrauch" wird die Combustion Ionenchromatographie nach Extraktion organischer Fluorverbindungen (EOF) neben anderen Analysenverfahren für den Parameter "PFAS gesamt" empfohlen.
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