15.09.2026
Ernst-Haage-Preis 2026 geht nach Berlin
Heterogene thermische Prozesse wie das Haber-Bosch-Verfahren oder die Fischer-Tropsch-Synthese kennt jeder in der Welt der Chemie. Doch wie funktionieren diese Prozesse eigentlich?
Dr. Vanessa Jane Bukas, Gruppenleiterin am Fritz-Haber-Institut der Max-Planck-Gesellschaft, und ihr Team wollen es ganz genau wissen, und befassen sich daher mit der Theorie hinter diesen und ähnlichen Verfahren.
Nun wird die junge Wissenschaftlerin für ihre Arbeit mit dem Ernst-Haage-Preis ausgezeichnet, den die Ernst-Haage-Stiftung jährlich an herausragende Nachwuchswissenschaftler vergibt.
Hinter der Stiftung stehen die beiden Mülheimer Max-Planck-Institute, das Max-Planck-Institut für Chemische Energiekonversion (MPI CEC) und das Max-Planck-Institut für Kohlenforschung (MPI KOFO).
Vanessa Bukas hat Angewandte Mathematik und Physik in Athen studiert, anschließend ging sie für ein Masterstudium an die LMU München. An der TU München promovierte sie mit Summa Cum Laude bei Prof. Karsten Reuter. Es folgten Postdoc-Aufenthalte an der Stanford University und am Catalysis Theory Center in Dänemark. Seit 2025 habilitiert Vanessa Bukas an der Humboldt Universität zu Berlin.
Neben den nationalen Preisträger zeichnen die beiden Mülheimer Max-Planck-Institute in jedem Jahr auch Kräfte aus den eigenen Reihen aus. Denn der wissenschaftliche Nachwuchs war dem Namensgeber Ernst Haage stets besonders wichtig - und der Förderung eben jenes Nachwuchses hat man sich auf dem Campus bis heute verschrieben.
Dr. Subhabrata Dutta, Postdoktorand in der Gruppe von Prof. Dr. Siegfried Waldvogel am MPI CEC, wird mit dem Preis für Postdoktoranden / Doktoranden ausgezeichnet. Und Sabrina Brunner (MPI KOFO) und Joe Hoffmann (MPI CEC), die beide eine Ausbildung als Chemielaborant absolviert haben, werden mit dem Ernst-Haage-Preis für Azubis ausgezeichnet.
Die öffentliche Preisverleihung findet am Freitag, 13. November, im Großen Hörsaal des Max-Planck-Instituts für Kohlenforschung, Lembkestraße 7, in 45470 Mülheim an der Ruhr statt. Mathew Gaunt, Professor an der Universität Cambridge, wird die Keynote Lecture halten. Beginn der Veranstaltung ist um 10 Uhr. Eine Anmeldung zur Veranstaltung ist hier möglich.
Über den Ernst-Haage-Preis
Der Ernst-Haage-Preis wird zu Ehren des Mülheimer Unternehmers Ernst Haage (1901-1968) verliehen und ist mit einem Preisgeld von 7500 Euro dotiert. Weiterhin werden jährlich Preise für besonders gelungene Promotionsarbeiten sowie für herausragende Auszubildende auf dem Mülheimer Campus verliehen.
Haages Tochter Ursula Bonnen hatte die Ernst-Haage-Stiftung 2006 gemeinsam mit dem MPI für Chemische Energiekonversion ins Leben gerufen. Ihr Vater, der selbst Leiter der Feinmechanik am Mülheimer Max-Planck-Campus war, bevor er seine eigene Firma gründete, war den Instituten sein Leben lang eng verbunden geblieben.
Quelle: Max-Planck-Institut für Kohlenforschung
