02.04.2020

Metabolisierung von Arzneimitteln in Pflanzen - Methodenentwicklung zur Detektion im umweltrelevanten Spurenbereich

Lisa Emhofer, Johannes Kepler Universität, Institut für Analytische Chemie



Durch das stetige Bevölkerungswachstum, zunehmende chronische Krankheiten, sowie die Fortschritte in der Medizin steigt der Arzneimittelkonsum kontinuierlich an. Allein für Deutschland soll bis 2045 die Zunahme zwischen 40 - 65% des momentanen Bedarfs betragen.

Negative Auswirkungen sind, dass Rückstände von Arzneimitteln in die Umwelt eingetragen werden. Die größte Kontaminationsquelle sind Kläranlagen. Ausscheidung der vom Körper nicht aufgenommenen Pharmazeutika, Abwaschen von äußerlich applizierten Medizinprodukten (zum Beispiel Cremes) und auch die unsachgemäße Entsorgung von Präparaten führen dazu, dass Arzneimittel in die kommunalen Abwässer gelangen.

Obwohl die Abwässer in Kläranlagen aufgereinigt werden, sind diese häufig nicht im Stande, die verschiedenen pharmazeutisch aktiven Substanzen vollständig aus den Wässern zu entfernen. Werden die aufbereiteten Wässer in Oberflächengewässer rückgeleitet, kommt es unweigerlich zu einer Kontamination der Umwelt. Häufig werden dabei Antibiotika, nichtsteroidale Antirheumatika und Antiepileptika nach-gewiesen, welche sich im ng/l bis in den niedrigen μg/l Bereich in aufgereinigten Wässern befinden können.

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