12.09.2013

Backweizenqualität neu bewerten - Nahinfrarotspektroskopie hilft Stickstoffdünger einzusparen

Dr. Doreen Gabriel Kontakt, Julius Kühn-Institut, Institut für Pflanzenbau und Bodenkunde

Dr. Alexandra Hüsken Kontakt, Max Rubner Institut



Ein wichtiges Qualitätskriterium für die Backqualität von Weizen ist aus Sicht des Handels ein hoher Rohproteingehalt, den der Landwirt oftmals mit Hilfe einer Stickstoffspätdüngung zu erzielen versucht.

Zurückzuführen ist die Forderung nach hohen Rohproteingehalten auf eine ehemals enge Korrelation zur Backqualität, die jedoch in neuen Weizensorten mitunter weniger stark ausgeprägt ist. Die Bezahlung der Rohware ist hingegen weiterhin nahezu ausschließlich auf den Proteingehalt ausgerichtet.

Daher entwickeln Wissenschaftler des Julius Kühn-Instituts (JKI) und des Max Rubner-Instituts (MRI) in Kooperation mit Partnern aus der Industrie einen Schnelltest für die zuverlässige Ermittlung der Backqualität von Weizen mittels Nahinfrarotspektroskopie. Damit wird die Voraussetzung geschaffen, den Einsatz von Stickstoffdüngern auf ein ressourcenschonendes Maß zu beschränken, die Basis für eine faire Bezahlung der weizenproduzierenden Landwirte zu schaffen und den neuen Weizensorten, die bei geringeren Proteingehalten gute Backergebnisse erzielen, den Weg in die Praxis zu ebnen.

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