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Das Online-Labormagazin
26.01.2021

26.11.2020

Weihnachtsgrüße? Bitte mit persönlicher Note!


Weihnachten 2020Das Jahresende ist eigentlich immer die Zeit, sich bei Kunden, Lieferanten, Geschäftspartnern und Mitarbeitern für die gute Zusammenarbeit im abgelaufenen Jahr zu bedanken.

Das geschieht auf ganz unterschiedliche Weise. Im Unternehmen gibt es Weihnachtsfeiern und guten Kunden schickt man ein kleines Präsent, schreibt eine kurze E-Mail oder ruft an. Die gute alte Grußkarte auf dem Postweg ist zwar noch nicht ausgestorben, aber eine durchaus bedrohte Kommunikationsform, insbesondere im geschäftlichen Umfeld.

Elke Büdenbender, die Frau unseres Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier, ruft in einer aktuellen Initiative zusammen mit Unicef zum Verschicken handgeschriebener Grußkarten als Zeichen gegen Einsamkeit und räumliche Distanz in Corona-Zeiten auf. Das gilt natürlich ebenso im beruflichen Umfeld. In diesem Jahr war ich insgesamt nur auf drei LAB-SUPPLY Messen und konnte mich dort persönlich mit Kunden und Lesern austauschen. Die analytica wurde erst verschoben und dann als virtuelle Messe durchgeführt - nicht nur für mich kein Ersatz für das persönliche Gespräch. Da kann man sich mit einer persönliche Grußkarte vielleicht nochmal in Erinnerung bringen, denn Geschenke vorbeibringen, wie es im Außendienst oft praktiziert wird, ist momentan schwierig bis unmöglich.

Was mich jedes Jahr auf neue auf die Palme bringt, sind unpersönliche, teilweise mehrere Megabyte große Serien-E-Mails mit irgendwelchen blinkenden Animationen oder austauschbaren Glückwünschen, die oft noch nicht mal eine persönliche Ansprache beinhalten. Manchmal erhält man solche Grüße auch von Personen oder per Outlook-Serienmail, mit denen man nicht mal in einer Geschäftsbeziehung steht.

Ich nenne solche Schreiben gerne "Weihnachts-Spam" oder "digitale Umweltverschmutzung", denn um nichts anderes handelt es sich: minderwertige, austauschbare, unpersönliche und damit überflüssige Botschaften, die bei entsprechender Dateigröße und Auflage durch ihren bei der Übermittlung verursachten CO2-Verbrauch noch das Klima schädigen. Und ganz nebenbei verstoßen viele solcher Mails formal gegen die DSGVO, weil sie kein Impressum und keinen Abbestellen-Link enthalten, den ich - sofern doch vorhanden - immer anklicke!

Wer jemandem für die Zusammenarbeit danken oder sonst etwas Gutes zum Jahreswechsel mitteilen möchte, der sollte zumindest irgendeine persönliche Note einbauen. Und wenn es nur eine eigenhändig unterschriebene Grußkarte mit einem aufmunternden Spruch oder einem originellen Design ist.

Alles andere ist aus meiner Sicht überflüssig und vielleicht sogar schädlich für eine Geschäftsbeziehung, weil es eben immer noch ein paar "altmodische" Geschäftsfreunde gibt, die es persönlicher und damit besser machen - und nur die bleiben in Erinnerung! Auf hektische Mailaktionen oder unpersönliche Weihnachtskarten kurz vor Heiligabend, "weil ja vorher keine Zeit war", sollte man daher lieber ganz verzichten!

Wir von Analytik NEWS suchen jedes Jahr ein passendes Zitat aus, lassen unsere individuell von uns selbst gestaltete Karte drucken, unterschreiben dann alle persönlich und erfreuen damit hoffentlich den ein oder anderen Kunden und Geschäftspartner.

Alle Leser und Besucher unserer Webseite, die nicht auf dem Verteiler stehen, da es einfach zu viele sind, finden nachfolgend unser Zitat für dieses besondere und für alle herausfordernde Jahr 2020, das Goethe schon vor 200 Jahren gesprochen hat:

Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen.
Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832)

» Weihnachtsgrüße - geschäftlich und dabei herzlich

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Autor: Dr. Torsten Beyer


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