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Das Online-Labormagazin
01.10.2020

06.08.2020

Mehr positive Nachrichten, bitte!


Nicht erst seit Corona dominieren negative Meldungen die Hauptnachrichtensendungen und auch viele Printmedien, nicht nur aus dem Boulevard. Und über Soziale Medien und Verschwörungstheorien will ich gar nicht reden. Aber man fragt sich natürlich, warum das so ist.

Vielleicht weil mit negativen Schlagzeilen mehr Aufmerksamkeit und Klicks generiert werden kann? Oder ist es einfach nur eine urtypisch deutsche Tugend, die uns antreibt, nicht zufrieden mit dem Erreichten zu sein und alles immer besser machen zu wollen? Das ist sicher nicht prinzipiell falsch, denn Zufriedenheit macht satt und wer sich auf seinen Lorbeeren ausruht, ist schon auf dem absteigenden Ast, ohne es vielleicht zu merken.

Oder spiegelt sich in der Gestaltung von Nachrichtensendungen unser innerstes Selbstverständnis wider? Wir kritisieren viel lieber Dinge oder Personen, als einfach mal etwas zu loben. Dafür muss man sich nur mal Bewertungsseiten für Hotels oder Arbeitgeber im Internet anschauen. Und wenn man manchen Mitmenschen in ihrer ständigen Jammerei zuhört, dann möchte man Ihnen manchmal sagen: Geht mal zwei Generationen zurück oder in diesen Zeiten in viele Länder dieser Welt und denkt mal darüber nach, in welch komfortablen Situation wir in Deutschland heute leben - trotz vieler Probleme, die natürlich angegangen werden müssen.

Wer eine tägliche Dosis gute Nachrichten braucht, der sollte vielleicht am Ende eines (Arbeits)Tages resümieren, was alles gut gelaufen ist. Und die anderen Dinge machen wir ab morgen besser und blenden sie für heute aus. Ein halb leeres Glas ist aus einer anderen Perspektive betrachtet halb voll!

Positive
Pixabay [CCO]
Oder man abonniert sich einen Newsletter wie den der GOOD Impact Foundation in Berlin. Dort erfahre ich an jedem Werktag die Dinge, die ich statt negativen Meldungen und Prognosen öfter in den Hauptnachrichtensendungen hören möchte.

Drei Headlines dort von gestern lauten:

  • Revolution in der Textilbranche: Baumwolle jetzt recycelbar
  • Chile verabschiedet sich von der Plastiktüte
  • Zahl der Kohlekraftwerke weltweit sinkt erstmals

Darüber habe ich an anderer Stelle nichts gehört, weil es nicht ins Bild passt oder damit geringere Einschaltquoten zu erreichen sind. Es ist leider so wie der bekannte Aphoristiker Fred Ammon treffend festgestellt hat:

Schlechte Nachrichten gehen um die Welt, gute erreichen kaum den Nachbarn.
Fred Ammon (*1930)

In den Analytik NEWS versuchen wir übrigens auch immer die positiven, zukunftsweisenden Nachrichten und Forschungsergebnisse in unserer Berichterstattung zu bevorzugen, wo immer es geht.

» Mehr über Fred Ammon

» Good News - Die tägliche Dosis Optimismus

Autor: Dr. Torsten Beyer


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