23.04.2018

Allianz der Wissenschaftsorganisationen begrüßt European Open Science Cloud (EOSC)



Die Allianz der Wissenschaftsorganisationen sieht potenziell positive Effekte einer EOSC. Sie kann z. B. Erkenntnisprozesse vorantreiben und Innovationen stimulieren, die Sicherung und Aufbereitung von Forschungsdaten verbessern sowie die interdisziplinäre und internationale wissenschaftliche Zusammenarbeit erleichtern. Gleichzeitig besteht aus Sicht der Wissenschaft zu einigen Fragen noch Klärungs- und Diskussionsbedarf.

Die Ausgestaltung muss wissenschaftsgeleitet erfolgen

Die deutschen Wissenschaftsorganisationen sind überzeugt, dass eine EOSC dann ein Erfolg werden kann, wenn ihre Ausgestaltung wissenschaftsgeleitet erfolgt. Das bedeutet, dass der fachliche Nutzen im Vordergrund steht und Nutzer angemessen in allen Entscheidungsstrukturen einer EOSC vertreten sind. Gleichzeitig müssen bestehende nationale Strukturen, Kompetenzen, Funktionalitäten und Initiativen bezogen auf das Forschungsdatenmanagement angemessen berücksichtigt und eine stabile Finanzierung nicht nur für die Aufbau-, sondern auch für eine Betriebsphase sichergestellt werden.

Die Allianz der Wissenschaftsorganisationen versteht ihre Stellungnahme zur EOSC als konstruktiv-kritischen Beitrag in einem wissenschaftspolitischen Prozess. Die Mitglieder plädieren für eine den Anliegen der Wissenschaft angemessene Ausbalancierung wissenschaftlicher und politischer Interessen. Die Allianz der Wissenschaftsorganisationen ist bereit, sich an der weiteren Ausgestaltung der Pläne zur Entwicklung einer EOSC aktiv zu beteiligen und zu konkreten Lösungen beizutragen.
Allianz der Wissenschaftsorganisationen

Die Allianz der Wissenschaftsorganisationen ist ein Zusammenschluss der bedeutendsten Wissenschaftsorganisationen in Deutschland. Sie nimmt regelmäßig Stellung zu wichtigen Fragen der Wissenschaftspolitik. Die Fraunhofer-Gesellschaft ist Mitglied der Allianz und hat für 2018 die Federführung übernommen. Weitere Mitglieder sind die Alexander von Humboldt-Stiftung, der Deutsche Akademische Austauschdienst, die Deutsche Forschungsgemeinschaft, die Helmholtz-Gemeinschaft, die Hochschulrektorenkonferenz, die Leibniz-Gemeinschaft, die Max-Planck-Gesellschaft, die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina und der Wissenschaftsrat.

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Quelle: Fraunhofer-Gesellschaft




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