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15.06.2024

02.12.2016

Artikel über kooperative Stabilisierung von Gold-Nanopartikeln ausgezeichnet

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Die Förderung von Naturwissenschaft und Technik ist Anton Paar ein großes Anliegen. Jedes Jahr werden zwei Preise vergeben: einer für Physik und einer für Chemie, dotiert je mit 2.000 Euro. Eine fachkundige Jury von der Gesellschaft österreichischer Chemiker wählt die Preisträger für den Anton Paar Wissenschaftspreis für Chemie aus.

Der Wissenschaftspreisträger 2016 (Chemie), Andreas Orthaber, gibt einen Einblick in seinen ausgezeichneten wissenschaftlichen Artikel "Cooperative Gold Nanoparticle Stabilization by Acetylenic Phosphaalkenes" ("Kooperative Stabilisierung von Gold-Nanopartikeln mittels Azetylen-Phosphaalkenen").

"Kolloidales Gold ist schon seit Jahrhunderten bekannt und wurde bereits im Mittelalter zum Färben von Glas verwendet. Die Farbe diese Nanometer-großen Goldpartikel entsteht auf aufgrund plasmonischer Resonanz von Valenzlektronen and der Partikeloberfläche. Goldnanopartikel zeichnen sich durch eine Vielzahl von interessanten optischen wie zum Beispiel deren Farbänderungen und elektronischen Eigenschaften aus. Mögliche Anwendungen werden in vielen Bereichen wie zum Beispiel der medizinischen Diagnostik oder der homogenen Katalyse erforscht. Um diese Nano-Objekte zu stabilisieren sind Moleküle notwendig die mit der Partikeloberfläche eine Wechselwirkung eingehen. Über diese Moleküle kann aber auch das Anwendungsspektrum solcher Goldnanoprtikel gesteuert werden.

Unter meiner Leitung konnten wir einen wertvollen Beitrag in diesem äußerst aktiven Forschungsfeld leisten und zeigen dass eine kooperative Bindung über den acetylenischen Teil - zwei Kohlenstoffatome mit einer Dreifachbindung - und das einsame Elektronenpaar am Phosphor des Phosphaalkenes - einer Doppelbindung zwischen Phosphor und Kohlenstoff - in unserem Fall für die Nanopartikelstabilisierung verantwortlich sind. Darüber hinaus ist es uns auch gelungen zu zeigen dass diese Liganden einen deutlichen Einfluss auf die Farbe dieser Nanopartikel aufweisen, aber auch die Nanopartikel wiederum die Eigenschaften der Liganden verändern. Zu guter Letzt war es uns auch möglich die weitere Funktionalisierung dieser Nanopartikel mit anderen Liganden durchzuführen welches in Anbetracht für die Verwendung dieser Nanopartikel in anderen Gebieten der Chemie, Physik, oder Materialwissenschaften von Bedeutung sein kann.

Arbeiten in diesem zeichnen sich durch einen sehr starken interdisziplinären Charakter aus welcher sich auch in der Diversität der beteiligten Arbeitsgruppen widerspiegelt. Unser Team setzt sich aus unterschiedlichen Arbeitsgruppen der Physik, Chemie, der theoretischen Festkörperphysik, und Ingenieurswissenschaften zusammen. Unser weiteres Interesse liegt darin die Möglichkeiten auszuloten ob derart funktionalisierte Nanopartikel sich als neuartige Bausteine in der molekularen Elektronik anwenden lassen um miniaturisierte elektronische Bauteile und Schaltkreise zu konstruieren."

» Originalpublikation

Quelle: Anton Paar GmbH