Analytik NEWS
Das Online-Labormagazin
04.02.2023

Störungs- und Notfallmanagement: Krisenkommunikation und Stabsübung

Teilen:


Kurs einzeln oder als Fachprogramm "Geprüfter Notfallmanager GDCh®" buchbar.

Ziel:

Der Kurs vermittelt die Grundlagen der Risiko- und Krisenkommunikation sowie die dazu erforderlichen Strukturen und Strategien. Beispiele aus dem Industriepark Höchst sowie weitere branchentypische Fallbeispiele vermitteln, wie Sie sich umfassend auf eine Krise vorbereiten und kommunikativ bewältigen können.

Zwei ehemalige Notfallmanager des Industriepark Höchst inszenieren eine Stabsübung mit einem realistischen Szenario in Echtzeit und anschließender Pressekonferenz. Im Anschluss an die Übung werden die gesammelten Erfahrungen und Eindrücke im Rahmen einer Feed-Back-Runde besprochen und vertieft. Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf die Funktionen und Rollen der Stabsteilnehmer sowie die Abläufe in den Stäben gelegt

Inhalt:

Brände, Explosionen, Stoffaustritte oder Unfälle können gravierende Auswirkungen auf die Produktionsfähigkeit von Unternehmen haben und Personen, Umwelt, Anlagevermögen sowie das Image dauerhaft schädigen.

Ein bedeutender Teil des Krisenmanagements ist die Krisenkommunikation. Sie verlangt genauso wie das Krisenmanagement klare Strukturen und vorbereitete Strategien. In Krisen ist es erforderlich, bei allen Verantwortlichen den gleichen Informations- und Wissensstand sicherzustellen sowie Medien und Bevölkerung möglichst umfassend, aktuell, widerspruchsfrei und wahrheitsgemäß zu informieren. Abstimmungsprozesse über Informationen, die für die Öffentlichkeit bestimmt sind, müssen daher unbedingt schon im Umfeld festgelegt werden.

Die Krisenkommunikation verfolgt das Ziel, negative Auswirkungen von Betriebsstörungen oder anderen krisenhaften Ereignissen auf Image und Akzeptanz des betroffenen Unternehmens zu minimieren. Dies wird gewährleitet durch eine gezielte Kommunikation mit den Mitarbeitern, dem nachbarschaftlichen Umfeld und der Öffentlichkeit. Es gilt, die für das unternehmerische Handeln erforderliche Akzeptanz der betroffenen Anspruchsgruppen in einer Situation sicherzustellen, in der diese einer realen oder subjektiv empfundenen Gefährdung ausgesetzt worden ist.

Die Krisenkommunikation sichert somit eine wesentliche Voraussetzung für das unternehmerische Handeln am Standort. Denn es besteht das Risiko, dass durch ein Schadensereignis oder durch eine subjektiv wahrgenommene Gefährdung die gesellschaftliche und politische Akzeptanz für den weiteren Betrieb und die zukünftige Entwicklung entzogen wird. Die adäquate Kommunikation mit Öffentlichkeit, Nachbarn und Politik im Rahmen der Krisenkommunikation ist damit auch eine Chance, Akzeptanz und Unterstützung für den Betrieb und für unternehmerische Entscheidungen zu erhalten.

Es ist in einer solchen Situation oft nicht ganz einfach, schnell ausgewogene und sachlich richtige Pressemitteilungen zu verfassen, auf deren Grundlage auch Veröffentlichungen auf Websites und Social-Media-Kanälen erfolgen können. Ein Pool an vorbereiteten und mit allen Beteiligten abgesprochenen Textbausteinen kann dabei wertvoll sein, weil sie dann im Akutfall nicht mehr im Einzelnen diskutiert, sondern nur noch der Schwere bzw. dem Ausmaß des Schadensereignisses angepasst werden müssen.

Die Ereignisbewältigung mit und in Notfallstäben weicht stark von den gewohnten Arbeitsweisen in der Normalorganisation ab. Für die Stabsarbeit sind klare Strukturen und stärker formalisierte Abläufe erforderlich. Diese Vorgehensweise führt zu einer großen Herausforderung für die Führung und die Mitarbeit in den Teams der Notfallstäbe. Ergänzend zu den theoretischen Grundlagen der Ereignisbewältigung sammeln Sie im zweiten Teil praktische Erfahrungen im Rahmen einer Stabsübung mit einem realistischen Szenario in Echtzeit.

Dieser praktische Teil dient gleichzeitig als Abschlussprüfung für die Kursreihe "Geprüfter Notfallmanager GDCh®".


» Programmdetails und Anmeldung


Veranstalter:
Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh)
Typ und Ort:
Seminar (Frankfurt am Main)
Termin:
10. - 11.05.2023
Land:
Deutschland

Kontaktdaten:
Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V.
Fortbildung
Postfach 90 04 40
D-60444 Frankfurt am Main

Tel.: +49 69 7917-364
Fax: +49 69 7917-475
Mail: Anfrage versenden
Web: www.gdch.de


» alle Veranstaltungen dieses Anbieters