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Das Online-Labormagazin
28.01.2023

Störungs- und Notfallmanagement: Feuerwehr und Stabsarbeit

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Ziele:

Brände, Explosionen, Stoffaustritte oder Unfälle können gravierende Auswirkungen auf die Produktionsfähigkeit von Unternehmen haben und Personen, Umwelt, Anlagevermögen sowie das Image dauerhaft schädigen. Für die Bearbeitung von derartigen Notfall- bzw. Krisenereignissen ist die betriebliche Normalorganisation nicht geeignet. Um im Rahmen der hierbei erforderlichen Stabsarbeit "vor die Lage" zu kommen, ist eine besondere Aufbauorganisation (BAO) mit speziellen Abläufen und einer technischen Ausstattung der Lagezentren erforderlich.

Inhalt:

Im Rahmen der Implementierung einer Notfallorganisation und vor allem bei der Abarbeitung von o. a. Ereignissen ist eine enge Zusammenarbeit der Betriebe bzw. Unternehmen mit der Einsatzleitung der zuständigen Werk-, Betriebs- oder öffentlichen Feuerwehr unabdingbar. Es ist deshalb von großer Wichtigkeit, den Einsatzablauf aus feuerwehrtechnischer Sicht zu kennen. Oft ist den Betrieben gar nicht bekannt, dass die Feuerwehren nach festen gesetzlichen Regeln arbeiten und sie diese auch umsetzen müssen. Das bedeutet, dass der verbleibende Einfluss der Unternehmen, wenn etwas passiert ist, vergleichsweise gering ist. Sie sind nicht mehr Herr im eigenen Haus. Um dabei böse Überraschungen zu vermeiden, sollte daher vieles schon vorher festgelegt und geübt werden.

Im ersten Teil des Seminares lernen Sie die räumliche Struktur (die Ordnung des Raumes als Fachbegriff) im Bereich einer Eisatzstelle kennen und Ihnen werden Dekontaminations-konzepte vorgestellt, was insbesondere bei Unternehmen zu beachten ist, die mit Gefahrstoffen umgehen. Aber auch bei Brandereignissen sind im Nachgang umfangreiche Dekontaminationsmaßnahmen durchzuführen.

Nicht selten ist bei Ereignissen auch von einer Schadstoffbelastung der Nachbarschaft auszugehen. Hierbei kann es sich um Brandgase oder auch um definierte Gefahrstoffe im Nachgang zu einer Havarie handeln. Um eine Gefährdung sowohl der Einsatzkräfte wie auch der Nachbarn abzuschätzen und idealerweise auszuschließen, werden von Feuerwehren Messmöglichkeiten vorgehalten. Der Eindruck, jedwede Analyse sei innerhalb weniger Sekunden durchführbar und mit Ergebnissen sei entsprechend in Echtzeit zu rechnen, so dass quasi innerhalb kürzester Zeit Statements mit toxikologisch belastbarem Inhalt publiziert werden können trügt. In diesem Seminar lernen Sie, wie und wie schnell wirklich gemessen werden kann, was die Ergebnisse aussagen und was eben nicht.

Im zweiten Teil des Seminars werden Sie in die Grundlagen der Stabsarbeit für Notfall- bzw. Krisenstäbe eingeführt. Gemeinsam mit Ihnen erarbeiten wir die besondere Aufbau- und Ablauforganisation, die Alarmierungsketten, die Schnittstellen und Kommunikationswege sowie die Hilfsmittel zur Unterstützung der Stabsarbeit und die technische Ausstattung der Lagezentren.

Der Kurs vermittelt an Beispielen aus dem im Industriepark Höchst und vor Ort einen Eindruck der Einsatzabarbeitung durch die Werkfeuerwehr mit dem Einrichten einer Einsatzstelle und der Implementierung einer Führungsstruktur. Dabei wird insbesondere auf das Problem eines Schadstoffaustritts mit der Notwendigkeit des Aufbaus eines Dekontaminationsplatzes eingegangen. Im Abrollcontainer der technischen Einsatzleitung wird die Führungsarbeit der Werkfeuerwehr dargestellt und dabei sowohl die Wechselwirkungen mit Personen an der Einsatzstelle als auch die Zusammenarbeit mit einer betrieblichen Stabsorganisation beleuchtet.

Von einem ehemaligen Notfallmanager des Industriepark Höchst lernen Sie anhand eines Realereignisses das Zusammenspiel der technischen Einsatzleitung der Werkfeuerwehr vor Ort mit den organisatorisch-administrativen Notfall- und Krisenstäben im Lagezentrum des Industrieparks kennen. Dabei zeigt sich, wie wichtig die Erstellung der notwendigen Unterlagen in einem Notfall- und Krisenmanagement-Handbuch und die Kenntnis der Stabsteilnehmer darüber ist. Weiterhin ist die Einrichtung eines Lagezentrums mit der erforderlichen technischen Ausstattung erforderlich. Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf die Funktionen und Rollen der Stabsteilnehmer sowie die Abläufe in den Stäben gelegt.

Zielgruppe:

  • Geschäftsführungen
  • Personalabteilung/Personalreferenten
  • Führungskräfte von innerbetrieblichen Rettungsdiensten bzw. Werk- bzw. Betriebsfeuerwehren
  • Verantwortliche für die Organisation unternehmensinterner Notfall- bzw. Krisenstäbe
  • Teilnehmer und Verantwortliche in unternehmensinternen Notfall- bzw. Krisenstäben
  • Leitungsfunktionen in der Unternehmenssicherheit
  • HSEQ-Verantwortliche
  • Unternehmenskommunikatoren
  • Teilnehmende des Fachprogramms: Geprüfter Notfallmanager GDCh®.


» Programmdetails und Anmeldung


Veranstalter:
Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh)
Typ und Ort:
Seminar (Frankfurt am Main)
Termin:
26. - 27.04.2023
Land:
Deutschland

Kontaktdaten:
Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V.
Fortbildung
Postfach 90 04 40
D-60444 Frankfurt am Main

Tel.: +49 69 7917-364
Fax: +49 69 7917-475
Mail: Anfrage versenden
Web: www.gdch.de


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