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05.02.2023

22.10.2014

Extrem hochaufgelöste Magnetresonanztomografie ermöglicht den Nachweis eines einzelnen Wasserstoffatoms

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Zum ersten Mal konnten Wissenschaftler mittels Magnetresonanztomografie ein einziges Wasserstoffatom nachweisen. Damit wird die räumliche Auflösung der Technik massiv gesteigert. Künftig könnte sie auch verwendet werden, um Proteinstrukturen aufzuklären.

Studie zurückgezogen

Die Forschenden zogen die diesem ETH-News-Artikel zugrundeliegende Originalarbeit am 9. Januar 2015 in Absprache mit dem Fachmagazin Science zurück. Die Wissenschaftler sahen sich zu diesem Schritt veranlasst, nachdem sie eine Schwachstelle in der von ihnen verwendeten Detektionsmethode entdeckt hatten.

Eine Neuanalyse ergab, dass die Daten in einigen Fällen auch anders erklärt werden können als in der Studie angenommen, nämlich mit der Anwesenheit von einzelnen Atomkernen des Isotops Kohlenstoff-13. Zum jetzigen Zeitpunkt erachten die Wissenschaftler die Datenlage deshalb als nicht ausreichend, um die Hauptaussage der Studie, wonach sie erstmals mittels Magnetresonanztomographie ein einzelnes Wasserstoffatom nachgewiesen hatten, weiterhin zu vertreten.

Laut den Forschenden war die verwendete Detektionsmethode schon gut bekannt und vielfach verwendet worden, die erwähnte Schwachstelle war zuvor jedoch nicht erkannt worden. Möglicherweise sind deshalb weitere Arbeiten im Fachgebiet davon betroffen. Die Forschenden haben die Schwachstelle unterdessen in einer Folgestudie genauer beschrieben.

» Folgestudie

Quelle: ETH Zürich