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23.01.2022
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Viele Entdeckungen und Leistungen in der Wissenschaft sind Frauen zu verdanken. Außer den "Stars" wie der Universalgelehrten Hildegard von Bingen oder den Nobelpreisträgerinnen Marie Curie und Frances Arnold sind uns aber nur wenige Namen präsent. In diesem Special werden weniger berühmte Wissenschaftlerinnen vorgestellt.

  • Agnes Pockels (1867-1934)
    Beim Abwasch stieß die Schwester eines Physikprofessors, auf das Phänomen der Oberflächenspannung von Wasser. Fast 10 Jahre forschte sie in der heimischen Küche, bis sie auf einen wissenschaftlichen Artikel von Lord Rayleigh zu diesem Thema stieß und ihm ihre Ergebnisse zur Verfügung stellte.
  • Dorothy Crowfoot Hodgkin (1910-1994)
    Ziel der Chemikerin war, allein durch Röntgenstrukturanalyse die chemische Formel einer Verbindung exakt zu ermitteln. Dies gelang ihr auch bei verschiedenen Verbindungen wie Insulin, Penicillin und Vitamin B12, wofür sie 1964 als dritte Frau den Chemie-Nobelpreis erhielt.
  • Erika Cremer (1900-1996)
    Die Physikochemikerin entwickelte die erste Laboranordnung eines Gaschromatographen. Bereits 1944 reichte sie erste Artikel ein, aber erst nach dem Krieg erhielten ihre Arbeiten Beachtung. Ihre 1951 veröffentlichten Artikel gelten als Geburtsstunde der Gaschromatographie.
  • Hypatia von Alexandria (ca. 370-415)
    Die griechische Philosophin, Astronomin und Mathematikerin verfasste mehrere Schriften zur theoretischen Mathematik und entwarf technische Geräte wie ein Astrolabium zur Bestimmung von Stern- und Sonnenpositionen, einen Wasserstandsmesser und ein Hydrometer.
  • Katherine Johnson (1918-2020)
    Sie gehörte zu den "Computern in Röcken" der NASA. Ihre mathematischen Berechnungen ermöglichten im Mercury-Programm den ersten benannten Welltraum-Flug (1961) und die erste bemannte Erdumrundung (1962) der USA. Die Astronauten vertrauten Johnsons Berechnungen mehr als denen der neuen IBM-Computer.
  • Maria, die Jüdin (zwischen dem 1. und 3. Jahrhundert)
    Sie prägte die Alchemie und suchte nach Wegen zur Goldherstellung. Dazu entwickelte sie verschiedene Laborgeräte, wie das "bain-marie", einen Vorläufer des Wasserbades und den ersten Destillationsapparat, den Tribikos sowie die alchimistische Sublimationsapparatur Kerotakis.
  • Mary Fairfax Somerville (1780-1872)
    Mit nur einem Jahr Schulbildung schaffte sie es, sich einen Namen als Mathematikerin zu machen. Sie las heimlich die Schriften von Euklid und Newton. 1827 schrieb sie "Mechanisms of the Heavens", eine Interpretation von Laplaces Arbeit über Himmelsmechanik, wodurch sie große Anerkennung erlangte.
  • Nettie Stevens (1861-1912)
    Die Biologin entdeckte die für das Geschlecht verantwortlichen X- und Y-Chromosomen und etablierte die Fruchtfliege als das Versuchstier 1. Wahl in der Genetik. Ihre Forschungen waren der Zeit weit voraus, daher bekam den Nobelpreis erst 30 Jahre später, nach ihrem Tod, ihr Kollege Thomas H. Morgan.
  • Rosalind Franklin (1920-1958)
    Sie nutzte die neue Methode der Röntgenstrukturanalyse, um die Doppelhelix-Struktur der DNA aufzuklären. Den Ruhm für diese Entdeckung ernteten jedoch ihre Kollegen J. Watson und F. Crick, die sich Franklins Aufnahme "Photograph 51" bedienten, die die Struktur erstmals deutlich sichtbar machte.
  • Stephanie Kwolek (1923-2014)
    Die Chemikerin suchte im Labor der Firma DuPont nach einer Faser zur Verstärkung von Radialreifen, als sie zufällig die später unter dem Markennamen Kevlar patentierte Aramid-Faser entdeckte. Die Faser ist fünfmal fester als Stahl und extrem reißfest, biegsam und leicht und quasi unbrennbar.