26.11.2015

Erfassung und Identifikation von Mikroplastikpartikeln in Kosmetikrezepturen unter Verwendung von IR-Mikroskopie

Ian Robertson Kontakt, PerkinElmer Inc.



Schätzungen zufolge treiben in unseren Weltmeeren über 150 Millionen Tonnen Plastik. Viele dieser Verschmutzungen bestehen aus großen Gegenständen wie weggeworfenen Trinkflaschen und Plastiktüten. Jedoch gibt es verstärkte Forschung über die Menge der viel kleineren Materialien in den Ökosystemen der Flüsse und Meere, Mikroplastik genannt, die ein wachsendes Problem für die Unterwasserwelt darstellen. Viele Kosmetikprodukte wie Gesichtspeelings, Zahnpasten und Duschgels beinhalten Mikroplastikkügelchen als Schleifmittel. Diese Mikroplastikpartikel, die herkömmlicherweise im Mikrometerbereich liegen, werden im Waschbecken hinunter gespült und sind viel zu klein, um durch die Kläranlage gefiltert zu werden. Sie enden dann in den Flüssen und schließlich in den Meeren. Diese Mikroplastikpartikel können von Meeresorganismen und Fischen geschluckt werden und somit in der menschlichen Nahrungsmittelkette landen.

Im Jahr 2014 hat eine Zahl von US-Bundesstaaten die Verwendung von Mikroplastikpartikeln in Kosmetikrezepturen verboten und die meisten Kosmetikfirmen verzichten freiwillig auf deren Gebrauch.

Infrarot-(IR)-Spektroskopie ist ein bewährtes Verfahren zur Identifikation von Polymer-Materialien und wird ausgiebig zur Identifikation von Polymer-Materialien größer 100 Mikrometer genutzt. Das Spectrum Two™ ist ein FT-IR-Spektrometer, das auch mobil betrieben werden kann und somit auf Booten zur unmittelbaren Identifikation dieser Polymere verwendet wird. Für Mikroplastikpartikel, die bis zu ein paar Mikrometern groß sind, kann ein IR-Mikroskop zur Erfassung und Identifikation dieser Materialien genutzt werden.

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