Header
Das Online-Labormagazin
04.08.2021

21.11.2013

Raman-spektroskopische Verfolgung der Biogaserzeugung aus Industrieklärschlamm

Dr. Clemens Minnich , S-PACT



Die Endlichkeit der fossilen Rohstoffquellen hat die Suche nach alternativen Primärenergien beschleunigt. Mittlerweile bemüht man sich verstärkt, Reststoffe möglichst effizient so umzuwandeln, dass sie als Energieträger oder Chemierohstoffe dienen können.

Industrieklärschlamm sah man bisher als ungeeignet für die anaerobe Vergärung an. Die Biogasanlage im Industriepark Höchst, eine der größten ihrer Art in Deutschland, nutzt nun ein innovatives Verfahren, um Industrieklärschlamm zusammen mit organischen Reststoffen aus Fermentationen, Lebensmittelabfällen oder anderem gärfähigen Material zu Biogas umzusetzen. Anders als in vielen anderen Anlagen wird kein essbares Pflanzenmaterial eingesetzt. Das Biogas wird mittels Kraft-Wärme-Kopplung in einem Blockheizkraftwerk in 4 MW elektrische und thermische Leistung umgesetzt. Seit 2011 wird es nach Aufreinigung auf die erforderliche Qualität als Bio-Methan in das Erdgasnetz des regionalen Versorgers eingespeist.

Steuerung von Biogasanlagen

Häufige Änderungen der Rohstoffbasis im Fermenter erfordern eine kontinuierliche Bestimmung der Biogasqualität. Dies wird bisher durch die Kombination verschiedener Messtechniken gewährleistet. Hauptkomponenten im Biogas aus anaerober Vergärung sind Methan CH4, Kohlendioxid CO2, Wasserdampf und Spuren von Schwefelwasserstoff (H2S). Anders als klassische chemische Gassensoren kann die Raman-Spektroskopie im inline-Betrieb alle Komponenten zeitgleich bestimmen. Um eine hohe Signalintensität (Raman-Effizienz) zu erreichen, wird ein grüner Laser der Anregungswellenlänge 532 nm eingesetzt.


» Artikel lesen


Sie haben die Ausführung von Cookies in Ihrem Browser deaktiviert.


Um dieses Formular zu nutzen, müssen Sie Cookies zulassen. Diese werden nur für die aktuelle Sitzung gespeichert und beim Schließen des Browsers automatisch gelöscht. Weitere Informationen finden Sie in unserem Datenschutzhinweis.

Wenn Sie nicht wissen, wie das funktioniert oder keine Admin-Rechte auf Ihrem Rechner haben, dann kontaktieren Sie uns bitte per Mail unter oder telefonisch unter +49 6154 6246 860.

Falls sie die Cookies wieder aktivieren haben oder sie bereits aktiviert waren, dann klicken Sie bitte auf den Button "Abschicken".