25.06.2020

Mikroliterfiltertiegel für zeit- und kosteneffiziente Mikroplastik-Analytik

Ursula Herrling-Tusch Kontakt, GKD - Gebr. Kufferath



Weltweit untersuchen Wissenschaftler die Auswirkungen von Mikroplastikeinträgen in die Umwelt. Ein wesentlicher Aspekt ist hierbei die Bewertung potenzieller Risiken für Mensch und Umwelt. Mangels einheitlicher und schneller, praxistauglicher Methoden bei Probenahme und Analyse sind die derzeit vorliegenden Ergebnisse jedoch kaum vergleichbar. Nur die wenigsten Studien bewertet die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in ihrem aktuellen Bericht Microplastics in drinking water zudem als wirklich verlässlich.

Mit der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM), dem Umweltbundesamt (UBA) und der technischen Weberei GKD - Gebr. Kufferath AG (GKD) ist jetzt einem Trio aus Forschung, regulatorischer Behörde und Industrie ein entscheidender Schritt zu einem schnellen und sicheren Standardverfahren für die Mikroplastik-Analytik gelungen.

Seit über drei Jahren forschen BAM, UBA und GKD gemeinsam in verschiedenen, vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projekten an der Bestimmung von Mikroplastik in unterschiedlichen Wässern, zu Probenahmestrategien und Analysenverfahren. Abhängig von der jeweiligen Fragestellung, der zu ihrer Beantwortung benötigten Ergebnisse und der Art des zu beprobenden Umweltmediums nutzen Wissenschaft und Praxis (Wirtschaft oder Behörden) zwei unterschiedliche Ansätze: spektroskopische oder thermoanalytische Verfahren.

Die stark verbreitete spektroskopische Herangehensweise, zum Beispiel mittels μ-Raman oder μ-Infrarot Spektroskopie, ermittelt Partikelgröße, -anzahl, -form und -art. Ein entscheidender Nachteil dieser Verfahren ist die ebenso zeit- wie arbeitsaufwendige Probenvorbereitung für reale Proben. Sie verhindert den für Routineverfahren - beispielsweise zur Überwachung - benötigten hohen Probendurchsatz. Hinzu kommt die technisch bedingte Beschränkung der spektroskopischen Routineanalysen auf Partikel von kleiner zehn Mikrometern. Sie bedeutet - zum Beispiel bei der Untersuchung von Mineralwasser auf potenziell humantoxikologisch relevante Mikroplastikpartikel - eine begrenzte Aussagekraft der Analysenergebnisse.

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