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21.09.2021

02.10.2013

Lebensmittelinhaltsstoffe stimulieren unser Immunsystem - Blutimmunzellen "riechen" Spuren lebensmitteltypischer Aromastoffe

Dr. Dietmar Krautwurst , Leibniz-Institut für Lebensmittel-Systembiologie

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Die chemosensorische Sinnesleistung "Riechen" bleibt den Sinnesnervenzellen der Riechschleimhaut mit ihren Geruchsrezeptoren zugeordnet, jedoch scheinen diese Rezeptoren auch außerhalb der Nase wichtige Funktionen auszuüben. So gelang jetzt zum ersten Mal der Nachweis, dass Mitglieder einer Familie von Geruchsrezeptoren auch in Immunzellen des Blutes vorkommen und durch Spuren geruchsaktiver Lebensmittelinhaltsstoffe aktiviert werden können. Diese Erkenntnisse können einen wichtigen Beitrag zu einem gesunden Lebensmittelverzehr leisten.Das Blut transportiert nicht nur aufgenommene Nährstoffe.

Auch andere Lebensmittelinhaltsstoffe, wie Geruchs oder Aromastoffe, können ins Blut übertreten. So konnte kürzlich an der Deutschen Forschungsanstalt für Lebensmittelchemie, Leibniz Institut (DFA) das Allylmethylsulfid als diejenige Substanz identifiziert werden, die für den unangenehmen Geruch der Atemluft nach Knoblauchverzehr verantwortlich ist. Diese geruchsaktive Schwefelverbindung konnte sowohl im Blutplasma als auch in der Atemluft nachgewiesen werden. Demnach treten Schwefelverbindungen nach Knoblauchverzehr ins Blut über und werden dann, entweder unverändert oder chemisch modifiziert, über die Lunge abgeatmet.


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