09.07.2019

Die Geschichte chemischer Analysen seit Beginn der wissenschaftlichen Erfassung



Prof. Dr. Peter Stadler und die Arbeitsgruppe von Guillermo Restrepo vom Max-Planck-Institut für Mathematik in den Naturwissenschaften in Leipzig stellten fest, dass seit Ende des 18. Jahrhunderts 42 Millionen verschiedene Reaktionen mit mehr als 20 Millionen Substanzen dokumentiert wurden.

Sie untersuchten, welche neuen chemischen Verbindungen die Wissenschaftler seither entdeckt und in Fachjournalen publiziert haben. Die Ergebnisse veröffentlichten sie kürzlich im Fachblatt PNAS.

Bei ihrer umfänglichen Datenanalyse kamen sie zu dem Schluss, dass der Anteil neuer chemischer Substanzen pro Jahr trotz der über die Jahrzehnte deutlich veränderten technischen Hilfsmittel etwa konstant geblieben ist und sich die Welt der neuen chemischen Verbindungen jährlich um 4,4 Prozent erweitert. Die Wissenschaftler teilten die Geschichte der Chemie in drei Abschnitte ein: das proto-organische Zeitalter von der Anfangszeit bis etwa 1860, das organische Zeitalter sowie das seit etwa 1980 andauernde organometallische Zeitalter.

"Es ist faszinierend, wie sehr sich ein System wie die chemische Forschung regelhaft verhält, obwohl der zugrundeliegende Mechanismus auf den Einzelinteressen individueller Forscher beruht. Es wird interessant sein zu sehen, ob solche Regelmäßigkeiten auch andere Aspekten der Wissenschafts-Geschichte dominieren", sagt Stadler.

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Quelle: Universität Leipzig




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