01.07.2019

200 Jahre Jobin Yvon



Jobin Yvon, das legendäre Optikunternehmen, welches 1819 gegründet wurde und heute zu HORIBA Scientific gehört, feiert sein 200-jähriges Bestehen! HORIBA Scientific, Anbieter von wissenschaftlichen Instrumenten und optischen Komponenten, feiert damit in diesem Jahr einen Meilenstein.

200 Jahre Jobin Yvon - zeigt ein umfangreiches wissenschaftliches Erbe, man darf reflektieren und den Fokus zielgerichtet auf die Zukunft lenken.

Die Geschichte zeigt hinter einigen der herausragendsten Errungenschaften eine fantastische Odyssee, die einen einzigartigen Beitrag zum wissenschaftlichen Fortschritt auf der ganzen Welt geleistet hat.

Die berühmte Fresnel-Linse

Im Laufe des 18. Jahrhunderts bauten die europäischen Nationen riesige Kolonialreiche auf, die mit Zucker, Kaffee und Kakaobohnen aus Amerika sowie Tee, Gewürzen und Seide aus Asien als auch Produkten aus Europa handelten.

Dieser Handel fand natürlich über das Meer statt und trieb damit die Entwicklung der europäischen Atlantikküste voran. Zur Sicherheit der Seeleute gewannen Leuchttürme somit immer mehr an entscheidender Bedeutung. Im Juni 1819 brachte François Arago, ein Astronom, Physiker und Staatsmann, der französischen Leuchtturmkommission, den Namen Augustin Fresnel ins Spiel, den großen Entdecker der Wellentheorie des Lichts. Fresnel wurde daraufhin mit der Verbesserung der Leuchttürme im Ärmelkanal und im Atlantik beauftragt.

Einige Monate später entwickelte er ein Design für eine Stufenlinse, die, um die Meere zu beleuchten, einen viel stärkeren Strahl erzeugen konnte. Er bat Jean-Baptiste François Soleil, einen Optiker, dieses Objektiv herzustellen. Sollte der Name Soleil, das französische Wort für "Sonne", etwa Vorbote sein, für das was folgen sollte? Mit dem Erfolg der Fresnel-Linse begann ein industrielles und menschliches Abenteuer. Dieses hat auch 200 Jahre später bis heute noch immer Bestand - durch den guten Ruf in der Welt der Wissenschaft.

Jobin Yvon - Vom Familienunternehmen zur Industriesaga

1892 übernahm Amédée Jobin, Absolvent der französischen Ingenieurschule Ecole Polytechnique (1881) und Artillerieoffizier, die Werkstatt von Léon Laurent, dem Schwiegersohn von Jean-Baptiste François Soleil. Alfred Cornu, der große Physiker, der für seine Arbeiten über die Lichtbeugung bekannt ist, riet ihm dazu.

Wie sein Vorgänger modernisierte Jobin den Produktionswerkzeugbau und arbeitete sehr eng mit den bedeutendsten Wissenschaftlern seiner Zeit zusammen. Dazu gehörten Namen wie Alfred Pérot, Charles Fabry und Henri Chrétien. Ein weiterer Absolvent der Ecole Polytechnique (1903), Gustave Yvon, wiederum Schwiegersohn von Amédée Jobin, trat 1911 in das Unternehmen ein.

Gustave Yvon konzentrierte sich vor allem auf die Erreichung hoher Qualität, um die handwerkliche Werkstatt in eine moderne Produktionsstätte zu verwandeln. Die Mühen haben sich gelohnt. Der Name Jobin Yvon ist in der Welt der Optik bis heute ein Synonym für Qualität.

Jobin Yvon wird Teil der HORIBA-Gruppe

Mit der Übernahme des Instrumentenherstellers Jobin Yvon im Jahr 1997 rundete HORIBA sein Angebot an wissenschaftlichen Instrumenten ab. Die HORIBA-Gruppe liefert ein umfangreiches Sortiment an Instrumenten und Systemen für unterschiedliche Anwendungen. Ob in Forschung und Entwicklung in der Automobilindustrie, der Prozess- und Umweltüberwachung, der In-vitro-Diagnostik oder der Halbleiterfertigung reicht dies hin bis zu einem breiten Spektrum an wissenschaftlicher Forschung und Entwicklung sowie Qualitätssicherung für die Industrie.

200 Jahre Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern

Von Augustin Fresnel über Gérard Mourou, der 2018 den Nobelpreis für Physik gewann, begleitet HORIBA Scientific bis heute viele weitere Pioniere in der Wissenschaft, um ihre Bedürfnisse zu verstehen und auf diese einzugehen. Mit ihnen gemeinsam werden neue optische Komponenten und Messverfahren für die Zukunft diskutiert und entwickelt.

200 Jahre Innovation und Fortschritt für die Zukunft

Von den Fresnel-Linsen, die heute noch in vielen Leuchttürmen zu finden sind, bis hin zu anspruchsvollsten Petawatt-Laserarrays, entwickelt, fertigt und verkauft HORIBA Scientific wissenschaftliche Instrumente für Forschungs- und Industrielabors. HORIBA versucht, einige der wichtigsten Herausforderungen der Gesellschaft für die Zukunft zu meistern, wie z.B. die Bestimmung von Schadstoffgehalten, die sichere Entsorgung von Atommüll, den Einsatz von Nanomaterialien, und der Nachweis plus Identifikation von Mikroplastik, um nur einige zu nennen.

Quelle: HORIBA Jobin Yvon GmbH




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