22.05.2019


Thema: Re: Stil von Dissertationen in Analytik

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Autor(in): anonym am 15.03.2019 um 09:44:05

Antwort auf: Stil von Dissertationen in Analytik eingetragen von anonym am 22.02.2019 um 11:19:49

Überbordende Einleitungen...
Das liegt im Auge des Gutachters - sehr gut, wenn sich die Gutachter einer Arbeit da nicht einig sind:

Meine Diplomarbeit ist eine Arbeit relativ weit am Ende einer Serie von 12 Arbeiten ... Mein Betreuer hatte also schon mehr als 10 Mal (es waren auch einige Dissertationen darin) die Grundlagen gelesen (Neutronenmessungen an Fusionsexperimenten) und befand: "Kürzen Sie das, man muss nicht bei Adam und Eva anfangen!" Der Zweitgutachter hat das bemängelt... schwupp war das nur noch 1,5...

Einen Monat später kam die nächste Arbeit mit dem selben Paar an Gutachtern, wieder mit einer "klassischen" Einleitung und war wieder die "normale" 1...

Ich habe beim Zweitgutachter nachgefragt, der meinte, die Einleitung sei einfach zu kurz gewesen, sonst sei die Arbeit super gewesen! Gut sei aber gut, nur zu exzellent habe die Einleitung gefehlt...

Aber mal ehrlich: wer liest bei einer Diss schon die ganze Einleitung? Die überfliegt man höchstens...

Sprich: wie bei jedem anderen Schriftstück kommt es auf die Zielgruppe an, die man erreichen will! Hier die Gutachter. Wenn die es nötig haben, bei Adam und Eva anfangen, dann erklärt man denen eben die Eisenchemie ab Urknall...

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