28.11.2019

Ingenieurbüro Haron Sekkai

Die Bedeutung des Volumenstroms bei der Leistungsübertragung von Temperiergeräten

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Bei Planung, Auslegung, Aufbau und beim Betreiben einer Standardapplikation in chemischen und chemisch pharmazeutischen Laboren (bestehend aus Temperiergerät, Doppelmantelgefäß, Thermofluid und Temperierschläuchen) werden oft elementare Fehler begangen. Das Resultat ist dann, dass die Gesamtapplikation nicht optimal arbeitet, aber der Anwender mit dieser Lösung leben muss.

Die in einem Pflichtenheft stehenden Vorgaben können zwar bei der Auslegung theoretisch berechnet werden, aber erst der Praxistest zeigt dann die ungeschminkte Wahrheit. Stimmt die Praxis nicht mit der Theorie überein, suchen die Verantwortlichen händeringend nach Erklärungen und stellen Theorien auf, die aber nicht immer überzeugen können. In diesem Beitrag wird das Thema Volumenstrom bei der Temperierung eines Doppelmantels behandelt.

Wie in vorangegangenen Fachbeiträgen erwähnt, sind die Heizleistung und die Kälteleistung wichtige Größen für die Auslegung von Temperiergeräten. In diesen Fachbeiträgen bin ich unter anderem auch auf die Vergleichbarkeit von Temperiergeräten unterschiedlichster Anbieter eingegangen. Nach wie vor verlassen sich auch Ingenieurbüros, die Gesamtanlagen planen und projektieren, oft nur auf die Leistungsdaten (Heizleistung und Kälteleistung). Eigentlich sollten Ingenieurbüros den Zusammenhang von Leistungsübertragung bei unterschiedlichen Volumenströmen aber besser kennen. Ein Trugschluss ist z.B. die Annahme, dass die Leistungsübertragung in erster Linie vom "Wärmedurchgang" des Doppelmantelgefäßes abhängig ist und der Volumenstrom nur eine untergeordnete Rolle spielen würde.

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