07.11.2019

Wasser 3.0

Nachhaltige Entfernung von Mikroplastik aus Abwasser - die "flüssigen Partikelsammler" PE-X®

Dr. Katrin Schuhen Kontakt, Wasser 3.0

Michael Sturm, Karlsruher Institut für Technologie



Kläranlagen stellen eine Eintragsquelle von Mikroplastik in die Umwelt dar. Diese Anlagen liefern somit das Anforderungsprofil, um neue Technologien für das Management der Mikroplastik-Verschmutzung zu entwickeln und zu implementieren.

Mehrere Studien untersuchten die Fähigkeit konventioneller und innovativer Klärtechnologien Kunststoffe zu entfernen. Diese Studien zeigen, dass konventionelle Klärbehandlungen einen hohen Prozentsatz des im Zulauf vorhandenen Mikroplastiks eliminieren (zwischen 90 und 98%), die meisten Mikroplastik-Partikel jedoch im Klärschlamm ankommen und über den landwirtschaftlichen Nutzpfad wieder ins Ökosystem gelangen. Eine Methode zur nachhaltigen Entfernung aus dem Ökosystem bzw. eine schlüssige Sekundärstoffverwertungsmethodik fehlt bisher.

Es bleibt daher festzuhalten, dass Abwässer, insbesondere aufgrund des großen Abwasservolumens, das ständig abgeleitet wird, eine nicht wegdiskutierende Quelle von Mikroplastik in die aquatische Umwelt darstellen. Auch das Problem der Akkumulation von Mikroplastik im Klärschlamm birgt ein hohes Risiko. Durch diesen Prozess und die z. B. anschließende landwirtschaftliche Nutzung des mit Mikroplastik kontaminierten Klärschlamms wird das Mikroplastik-Problem nicht eliminiert, sondern sorgt für seine weitreichende Verteilung im Ökosystem.

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