18.04.2019

Empa - Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt

Edle Metalle aus Elektronikschrott - Ressourcen aus der Schweiz

Karin Weinmann Kontakt, Empa - Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt



Indium, Neodym und Gold befinden sich in vielen elektronischen Geräten. Was geschieht mit den wertvollen Stoffen, wenn die Geräte nicht mehr gebraucht werden? Und wie viel edles Metall steckt in Mobiltelefonen, Computern und Bildschirmen, die derzeit noch in Gebrauch sind? Längst schlummern die wertvollsten Rohstoffe nicht mehr unter der Erde, sondern in unseren Städten. Wie können wir sie erfolgreich nutzen? Diesen Fragen sind Empa-Forscher nachgegangen.

Wir könnten Indium, Neodym und Gold aus Elektronikschrott gewinnen, wir könnten Altbauten mit Memory-Steel zu neuen Nutzungen ertüchtigen. Wir könnten Dämmstoffe für Holzhäuser aus Altpapier und Knorpel-Implantate aus Zellulose herstellen. Wir könnten Sommerwärme einlagern und an kalten Wintertagen nutzen.

Die drei Rohstoffe Gold, Neodym und Indium gehören zu den rarsten Elementen auf der Erde: Jedes der drei Metalle macht weniger als 0,00001% der Erdkruste aus. Sie finden sich in einer Vielzahl von elektronischen Geräten - zwar in geringen Mengen, dafür aber in Schlüsselfunktionen.

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