07.11.2019

Machen Sie einen guten Eindruck!


EIndruck machen
Bild: Pixabay [CCO]
Wenn wir jemand zu ersten Mal treffen - egal ob geschäftlich oder privat - bilden wir uns innerhalb weniger Sekunden ein Urteil, das sich im späteren Verlauf der Konversation nur noch sehr schwer oder in Nuancen korrigieren lässt.

Zu diesem Thema gibt es etliche Studien, die sich eigentlich nur darin unterscheiden, wie schnell wir unser Urteil bilden. Das ist sicher auch teilweise subjektiv, aber eigentlich auch nicht weiter relevant.

Wenn ich es schon in einer Sekunde schaffe einen schlechten Eindruck zu machen - dazu reicht schon ein kurzer Sichtkontakt -,dann habe ich vielleicht einen potenziellen Kunden schon verloren, ohne mit ihm ein Wort gewechselt zu haben.

Was viel zu wenige Firmen bedenken ist, dass diese Regeln auch beim ersten Besuch auf der Firmenwebseite oder beim Besuch auf einem Messe-Stand gelten. Hier wird die Bewertung dann nicht nur für die betreffende Person, sondern gleich für das ganze Unternehmen vorgenommen, was den potenziellen Schaden und natürlich auch einen positiven Effekt multiplizieren kann.

Wenn man sich Firmen-Webseiten ansieht, so sind lange Ladezeiten, ein veraltetes Layout, versteckte Kontaktinformationen, fehlende deutschsprachige Seiten, nervige "Ich bin kein Roboter"-Kachelbilder bei Formularen, Pop-Up Banner mit Cookie-Informationen, fehlende SSL-Verschlüsselung nur einige der Gründe, die potenzielle Kunden vergraulen können und einen schlechten Gesamteindruck vermitteln. Besonders problematisch im Internet ist, dass der nächste Anbieter vielleicht nur einen Klick in der Google-Trefferliste entfernt ist, und dass man im Gegensatz zu einer direkten Begegnung nicht gleich ein Feedback des Gegenübers bekommt.

Für Messen gibt es oft vorbereitende Schulungen und Verhaltensregeln, die im Vorfeld kommuniziert werden und zu einem einheitlichen, positiven Gesamtbild beitragen sollen. Im Internet ist das alles natürlich schwerer, da nur in Sozialen Medien oder bei einer Mailkonversation ein direkter Kontakt besteht. Leider hat man als Mitarbeiter kaum Einflussmöglichkeiten, wenn die Firmenleitung davon überzeugt ist, dass die Webseite perfekt ist und der ganze "Online-Kram" eh viel zu teuer ist und ja "sowieso nichts bringt". Man muss es halt machen, weil es alle machen.

In vielen Unternehmen herrscht auch deswegen immer noch der Irrglaube, dass die eigene Webseite perfekt ist, weil sich ja "bisher niemand darüber beschwert hat". Aber Hand aufs Herz: den meisten Kunden ist das im täglichen Bürostress zu viel Arbeit. Sie wandern gleich zu einem alternativen Anbieter ab, dessen Webseite einen besseren Eindruck macht. Das ist dann insofern Schade, weil dieser nicht zwingend auch die besseren Produkte haben muss ...

Der Unternehmer, Buchautor und Coach Carsten K. Rath, der Firmen auch in Richtung Webseitenoptimierung berät, hat die Problematik in einem schönen Zitat zusammengefasst, dass sinngemäß auch schon einigen anderen Autoren zugeschrieben wurde:

Für den ersten Eindruck bekommt man keine zweite Chance.
Carsten K. Rath (*1966)

» Der erste Eindruck - warum er für Sie so wichtig ist

» Bücher von Carsten K. Rath

» Du hast nur wenige Sekunden, um deine Website-Besucher zu fesseln - 10 wichtige Faktoren!

Autor: Dr. Torsten Beyer


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