25.07.2019

Genug gejammert!


Jammerlappen
Bild:Lilyu [CC0]
"Was für eine Hitze! Das ist ja nicht auszuhalten" hört man dieser Tage sicher ziemlich oft, schließlich ist es nicht die erste Hitzewelle dieses Sommers und wahrscheinlich auch nicht die letzte. Im Mai sah das noch ganz anders aus. Da jammerte ein Großteil der Bevölkerung über das Mist-Wetter und den ständigen Regen und prognostizierte den üblichen nasskalten deutschen Sommer. Und spätestens zum nächsten Regenschauer wird ein klagendes "Das war's jetzt wohl mit dem Sommer" zu hören sein.

Gejammert wird ja gerne und viel, nicht nur über das Wetter. Es gibt Menschen, bei denen die einfache Höflichkeitsfloskel "Na, wie geht's?" zu einem Dammbruch des Jammerns führt, den man sich lieber erspart hätte. Selbst, wenn man eigentlich mit der Gesamtsituation sehr zufrieden ist, zieht einen solch "passiv Jammern", also das Über-sich-ergehen-lassen des Gejammers anderer Leute, mental runter und kann einem so richtig den Tag vermiesen.

Vielleicht sollte man diesen Jammerern die "30 Tage nicht jammern"-Challenge ans Herz legen. Und das Albert Einstein zugeschriebene Zitat:
Es gibt viele Wege zum Glück. Einer davon ist aufhören zu jammern.
Albert Einstein (1879-1955)
Jammern ohne nach Lösungen zu suchen ist reine Zeitverschwendung. Eine Studie der Stanford Universität zeigt sogar, dass Jammern den Hippocampus des Gehirns schrumpfen lässt. Daher sollte man anstatt zu jammern lieber das Beste aus jeder Situation machen.

Freut euch doch über den warmen Sommer, der an den Badesee und in die Eisdiele einlädt. Wenn es dann endlich wieder regnet, zieht euch Gummistiefel an und lauft durch die Pfützen. Genießt den Geruch, den der Sommerregen auf die trockenen Straßen zaubert und der übrigens so genannt wird, wie die Flüssigkeit, die nach der griechischen Mythologie in den Adern der Götter fließt: Petrichor. Ich bin ziemlich sicher, dass dies ein guter Anfang wäre, endlich mit dem ständigen Jammern aufzuhören.

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Autor: Anke Fähnrich


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