16.05.2019

Messen bleiben auch im Digitalzeitalter wichtig!


analytica 2018
Analytik NEWS auf der analytica 2018
Märkte sind seit Jahrtausenden ein Urquell des menschlichen Handels und der Wirtschaft. Die Fachmesse heute ist nur ein zeitlich konzentrierter, gut organisierter Markt zur Präsentation von Produkten und Dienstleistungen und zur direkten Kommunikation und Information. Sie hat auch einen Erlebnischarakter, der nicht zu unterschätzen ist.

Wir hinterfragen heutzutage bei der Optimierung unseres Business und bei der Suche nach neuen Einspar- und Rationalisierungsmöglichkeiten alles im Unternehmen. Neben den Personal- und Marketingkosten stehen immer auch die Fachmessen und -tagungen im Fokus solcher Überlegungen. Die Versuchung ist groß, hier den Rotstift anzusetzen, denn man kann auf einen Schlag große Summen einsparen und tut damit direkt keinem direkt weh - außer dem Messeveranstalter.

Nicht präsent zu sein, ist aber auch ein Statement, das viele unterschätzen. Für 5 von 6 Ausstellern sind Messebeteiligungen gerade im B2B-Umfeld wichtig bis sehr wichtig, wie aktuelle Zahlen der AUMA belegen. Dieser Wert ist seit Jahren nahezu konstant.

Klar, ein repräsentativer 50 Quadratmeter großer Stand auf einer führenden Messe kann mit allen Nebenkosten leicht 100.000 Euro und mehr kosten und es kommt dann immer der Einwand, dass man das ja nicht mehr durch Aufträge ausgleichen kann. Kleiner zu werden traut man sich eher nicht und genauso wie mit unseren teuren Autos, protzen wir auf Messen manchmal auch mit sehr teuren Ständen, um uns von Marktbegleitern abzuheben. Aber darum geht es im Kern nicht und es ist wie im realen Leben viel zu oberflächlich gedacht! Sympathie und Empathie aufzubauen geht auch anders.

Es ist natürlich schön, direkt auf einer Veranstaltung Geschäfte abzuschließen, aber es geht hier doch eigentlich um mehr: Markenbildung, Kundenbindung, Information, Diskussion, Ideen gewinnen, Interesse wecken und sich der direkten Konkurrenz von Marktbegleitern stellen. Das kann man alles oft nur schwer quantifizieren, gerade bei erklärungsbedürftigen Geräten, deren Anschaffungsprozess eben etwas anders läuft wie eine Buchbestellung in einem Online-Shop.

Vom 21.-23. Mai 2019 findet die LABVOLUTION in Hannover statt, auf der wir uns mit unserem Online-Magazin und unseren Dienstleistungen erstmals präsentieren werden. Wie alle Aussteller, die dort sein werden - oder eben auch nicht, haben auch wir uns diese Fragen gestellt und eine Entscheidung getroffen. Für ein Unternehmen wie unseres, ohne Außendienst, sind Messen und Tagungen die einzige Möglichkeit, direkt mit Nutzern und Interessenten in Kontakt zu kommen oder zu sehen, in welche Richtung sich Marktbegleiter entwickeln. Das kann kein Telefonat, keine Mail und nicht mal eine Online-Konferenz leisten. Von daher sind wir wie immer gespannt, was die Messe uns an interessanten Gesprächen, Feedback und Ideen bringen wird - und natürlich auch an Aufträgen.

Unser Altbundeskanzler Ludwig Erhard hat schon vor vielen Jahren das folgende berühmte Zitat geprägt, das eigentlich jeder Marketingverantwortliche kennt. Diesen Effekt kann man nur sehr schwer quantifizieren, aber er ist und bleibt auch im 21. Jahrhundert wichtig:

Wer an einer Messe teilnimmt, der wird wahrgenommen und über den wird geredet. Wer dort nicht auftaucht, dem widerfährt viel Schlimmeres. Über ihn wird möglicherweise gar nicht mehr geredet.
Ludwig Erhard (1897-1977)

» Analytik NEWS auf der LABVOLUTION 2019 (Halle 20, Stand C44/1)

» Messen als zentrales Marketinginstrument

» Mehr über Ludwig Erhard

Autor: Dr. Torsten Beyer


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